Zwei GFZ-Forschende nehmen an der 71. Lindauer Nobelpreisträgertagung teil

Joanne Heslop (Discovery Fellow, Sektion Geomikrobiologie) und Jeffrey Perez (Post-Doc, Sektion Grenzflächengeochemie) nehmen an der 71. Lindauer Nobelpreisträgertagung teil.

Joanne Heslop (Discovery Fellow in der Sektion 3.7 Geomikrobiologie) und Jeffrey Perez (Post-Doc in der Sektion 3.5 Grenzflächengeochemie) nehmen an der 71. Lindauer Nobelpreisträgertagung teil, die in diesem Jahr der "Chemie" gewidmet ist.

Vom 26. Juni bis zum 1. Juli findet die 71. Lindauer Nobelpreisträgertagung auf der Landau-Insel statt. In diesem weltweit renommierten Forum treffen die weltbesten Nachwuchswissenschaftler:innen ihres Fachs auf Nobelpreisträger mit all ihrer wissenschaftlichen Expertise und Lebenserfahrung, zu einem regen Austausch in unterschiedlichen Formaten.

Die diesjährige Lindau-Tagung war dem Thema „Chemie“ gewidmet, mit 32 Nobelpreisträger:innen und rund 600 Nachwuchswissenschaftler:innen aus der ganzen Welt.

Zwei Forschende vom GFZ, Joanne Heslop und Jeffrey Perez, nehmen daran teil. Beide waren im Laufe des vergangenen Jahres auf Vorschlag des GFZ und der Helmholtz-Gemeinschaft nominiert und dann ausgewählt worden.

Hier erzählen sie, was es für sie bedeutet, an der Nobelpreisträgertagung teilnehmen zu können, und woran sie aktuell forschen:
 

Joanne Heslop, Discovery Fellow am GFZ in der Sektion 3.7 Geomikrobiologie:

„Das Spannendste an meiner Nominierung für die Lindauer Tagung ist für mich neben der seltenen und einmaligen Gelegenheit, von über 30 Nobelpreisträgern am selben Ort zu lernen, die Auseinandersetzung mit fachübergreifenden Ideen, die Diskussionen darüber auslösen, wie diese neuen Ideen auf meine eigene Forschung angewendet werden können. Jeder Redner hat sein eigenes Thema für seinen Vortrag gewählt, und auch wenn es noch früh in der Sitzung ist, hat die Diskussion der Nobelpreisträger über Themen, die ich vielleicht nicht unbedingt selbst gesucht hätte, definitiv neue Ideen für meine eigene Forschung hervorgebracht. Die virtuelle Teilnahme bietet auch die Möglichkeit, mein Netzwerk zu erweitern, und ich freue mich sehr auf diese Diskussionen mit den Nobelpreisträgern und meinen Kollegen.“

Ich bin Discovery Fellow in der Sektion 3.7 Geomikrobiologie, offiziell bis zum 30. Juni 2022, aber ich werde mein hier angesiedeltes Projekt im Laufe des Jahres bis zur Veröffentlichung abschließen. Ich widme mich in meiner Forschung den mikroskaligen Wechselwirkungen zwischen organischen Stoffen und Mikroben im Boden im Zusammenhang mit der Produktion von Treibhausgasen, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Klimawandel in Permafrostgebieten.

Jeffrey Paulo Perez, Postdoktorand in der Sektion 3.5 Grenzflächen-Geochemie:

„Die Teilnahme an der Lindauer Nobelpreisträgertagung ist eine große Chance für mich als experimenteller Geochemiker. Ich werde die Gelegenheit haben, meine langjährigen „Wissenschaftshelden“ zu treffen und mich mit ihnen auszutauschen. Außerdem kann ich mich mit anderen jungen Forscher:innen auf dem Gebiet der chemischen Wissenschaften vernetzen und hoffentlich mein derzeitiges Forschungsnetzwerk erweitern und neue Kooperationen fördern.“

Meine aktuelle Forschung konzentriert sich auf den Einsatz von molekularen und nanoskaligen Festkörpercharakterisierungstechniken, um Reaktionen an mineralischen Grenzflächen aufzuklären. Insbesondere konzentriere ich mich auf die Eisenredox(geo)chemie und ihren Einfluss auf (i) den Kohlenstoffkreislauf, (ii) die Verfügbarkeit von Nährstoffen und (iii) die Dynamik von Schadstoffen. Ich nutze modernste Elektronenmikroskopie und Synchrotron-basierte Röntgentechniken, um diese (geo)chemischen Reaktionen an der mineralischen Grenzfläche zu lokalisieren und sichtbar zu machen. Auf diese Weise bin ich in der Lage, ein quantitatives und mechanistisches Verständnis dieser wichtigen (geo)chemischen Grenzflächenreaktionen zu gewinnen, die mit herkömmlichen Labortechniken nur schwer zu untersuchen sind.“

 

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