Susanne Buiter leitet künftig das GFZ

Susanne Buiter leitet künftig das GFZ. Das Kuratorium des Deutschen GeoForschungsZentrums beruft niederländische Geophysikerin zur wissenschaftlichen Vorständin.

Prof. Dr. Susanne Buiter wird ab 15. Mai 2022 die Leitung des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum übernehmen. Das Kuratorium des GFZ hat die niederländische Geophysikerin Ende März zur neuen Wissenschaftlichen Vorständin und zur Sprecherin des Vorstands berufen. Susanne Buiter hat eine Professur für Tektonik und Geodynamik an der RWTH Aachen inne. Davor leitete sie das Team „Solid Earth Geology“ am staatlichen geologischen Dienst Norwegens NGU. Susanne Buiter löst Niels Hovius ab, der das GFZ seit November 2020 als kommissarischer Wissenschaftlicher Vorstand geleitet hatte.

„Das GFZ hat eine einzigartige Stellung als *das* Institut für die Erforschung der festen Erde in Deutschland und ist weltweit anerkannt“, sagt Susanne Buiter. „Ich empfinde es als große Ehre, alle am GFZ auf ihrem Weg, unser Verständnis des Planeten Erde zu vertiefen, unterstützen zu dürfen, sei es in der ausgezeichneten Grundlagenforschung, in anwendungsnahen Bereichen oder in der technisch-administrativen Unterstützung der Wissenschaft.“ Susanne Buiter weiter: „Mein Ziel ist es, die Grundlagenforschung weiter voranzutreiben, damit wir in der Wissenschaft ebenso wie als Gesellschaft in der Lage bleiben, uns den geologischen Herausforderungen einer Erde im Wandel zu stellen, zu denen Naturgefahren ebenso gehören wie die Energiewende. Bei all dem, von großen Forschungsprogrammen bis hin zu unseren täglichen Arbeitsentscheidungen, möchte ich sicherstellen, dass wir Nachhaltigkeit berücksichtigen und Vielfalt erreichen, innerhalb Deutschlands, Europas und darüber hinaus zusammenarbeiten und eine offene Wissenschaft anstreben. Für mich ist ‚Open Science‘ ein integraler Bestandteil unseres Selbstverständnisses als Forschende. Ich freue mich auf die neue Aufgabe, zu der auch die Integration des IASS mit seinen wichtigen und interessanten Dimensionen der Transformationsforschung gehört.“

Die Kuratoriumsvorsitzende des GFZ, Ministerialdirigentin Oda Keppler aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, sagt zu der Berufung: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Frau Buiter eine ausgezeichnete Forscherin und erfahrene Wissenschaftsmanagerin für diese Aufgabe gewinnen konnten. Ich bin sicher, dass das GFZ mit Frau Buiter an der Spitze exzellente Ergebnisse und Antworten auf drängende Fragen unserer Zeit liefern wird, seien es der Klimawandel und die Anpassung daran, Naturgefahren oder Ressourcen und Geoenergien.“

Ministerialdirigentin Oda Keppler weiter: „Im Namen des Kuratoriums spreche ich Herrn Prof. Niels Hovius, der die Leitung des GFZ Ende 2020 übernommen hatte, meinen großen Dank und meine Anerkennung aus. Herr Hovius hat mit hohem persönlichen Engagement dafür gesorgt, dass das GFZ in einer von Pandemie und zuletzt dem Ukrainekrieg geprägten Zeit sicher und exzellent weiterarbeiten konnte. Er hat insbesondere die Startphase des neuen Forschungsprogramms „Changing Earth – Sustaining our Future“ mit einem klaren Blick für Prioritäten begleitet und damit beste Voraussetzungen für die künftige Arbeit geschaffen.“

Zur Person

Susanne Buiter ist 51 Jahre alt und stammt aus Drenthe, einer Provinz in den Niederlanden. Sie studierte in Utrecht Geophysik und wurde mit einer Arbeit zur Oberflächenverformung aufgrund von tektonischen Prozessen promoviert („Surface deformation resulting from subduction and slab detachment“). Stationen ihrer Karriere führten sie in die Schweiz nach Bern, nach Kanada und nach Trondheim in Norwegen, wo sie am staatlichen geologischen Dienst NGU verschiedene Teams leitete und an der Universität Oslo lehrte. Seit 2020 ist sie Professorin für Tektonik und Geodynamik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.

 

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