Open-Earth-Monitor zur Nutzung von open-source Umweltdaten startet

Open-Earth-Monitor zur Nutzung und Anwendung von open-source Umweltdaten kritischer Regionen der Erde: Einladung zum Kickoff-Workshop am 19. Juli.

Kommende Woche startet für das GFZ und 22 weitere internationale Partner das Europe Horizon Projekt Open-Earth-Monitor. Dieses Projekt hat zum Ziel, die Nutzung von open-source Umweltdaten – erfasst zum Beispiel durch Fernerkundung und in-situ Messungen – signifikant zu steigern und Anwendungen zu entwickeln, um das Monitoring und die Zustandserfassung von kritischen Regionen der Erde deutlich zu verbessern. Dafür wird eine open-source Cyberinfrastruktur aufgebaut, welche die Nutzung von Umweltinformationen erheblich beschleunigt und den Aufbau von Nutzergemeinschaften auf europäischer und globaler Ebene unterstützt. Damit unterstützt dieses Projekt direkt die Open Science Ambitionen des GFZ.

Einladung zum kostenfreien Kickoff-Workshop (hybrid)

Anlässlich des Projektstarts wird am 19. Juli 2022 ein erster öffentlicher Workshop mit interaktiven Debatten, Feedback-Runden und Demo-Sessions stattfinden. Mit dabei sind prominente Vertreter:innen aus den Bereichen Erdbeobachtung, Datenpolitik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Hier geht es zur kostenfreien Registrierung:  https://bit.ly/3ArlA9y

Das Open-Earth-Monitor Projekt, sowie das Kickoff Event, werden von der OpenGeoHub Foundation koordiniert, einer unabhängigen, gemeinnützigen Forschungsstiftung zur Förderung von Open Source- und Open Data-Lösungen.

Hintergrund zum Open-Earth-Monitor-Projekt

In den letzten Jahrzehnten hat die Erdbeobachtungstechnologie weltweit einen rasanten Aufschwung erlebt, der von vielen als eines der wichtigsten Instrumente zur grenzüberschreitenden Bewältigung von Umwelt- und Klimakrisen angesehen wird. Dies hat jedoch seinen Preis: Massive und inkonsistente Datenmengen, die von Erdbeobachtungssensoren und Bodenüberwachungsnetzen erzeugt werden, überfordern inzwischen die Forschungsnetze; Umweltinformationen werden oft nur unzureichend genutzt, da sie ein hohes Maß an Fachwissen und Rechenkapazität erfordern. Damit sind Umweltdaten und digitale Lösungen noch nicht zu einem Allgemeingut für Praktiker:innen aus Landwirtschaft, Landnutzung oder Ökosystemregeneration, für Institutionen und politische Entscheidungsträger geworden.

Das Open-Earth-Monitor Projekt hat zum Ziel, eine nutzergesteuerte und Open-Source-Cyberinfrastruktur aufzubauen und modernste datenwissenschaftliche Modelle und Anwendungen zur Verfügung zu stellen. In den kommenden vier Jahren wird das GFZ bei der Umsetzung des Projektvorhabens durch verschiedene Aktivitäten unterstützen, wie beispielsweise bei der Bedarfsanalyse, der Entwicklung von Methoden und Anwendungen zur Biomasseschätzung sowie einem globalen Wald-Treibhausgas-Emissionsmonitor.

Weitere Informationen über das Projekt, Aktivitäten, Missionen und bevorstehende Workshops sind hier zu finden: https://earthmonitor.org/

Die Rolle des GFZ im Detail

Das GFZ hat eine Reihe von Schlüsselrollen im Open-Earth-Monitor-Projekt:

  • Das GFZ ist federführend bei den Arbeiten zum nutzerorientierten Systemdesign und den FAIR-Daten-Workflows und spielt eine wichtige Rolle bei der Bewertung des Engagements von Interessengruppen und des Nutzerbedarfs.
  • Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Entwicklung von Instrumenten zur Schätzung der Biomasse sowie die Zusammenstellung und Verarbeitung vorhandener Biomassedaten auf europäischer und globaler Ebene. Dies beinhaltet die Bewertung und Verarbeitung verfügbarer Biomassedatensätze (weltraumgestützt, in-situ) und die Implementierung eines Open-Source-Tools zur Kombination von Waldbiomasseschätzungen aus verschiedenen erdbeobachtungs- und bodengestützten Datenquellen.
  • Darüber hinaus wird das GFZ die Kombination verschiedener Datenquellen für die Entwicklung eines globalen Wald-THG-Emissionsmonitors leiten, der auch mit den verschiedenen Rohstoffen und Landnutzungssystemen im Zusammenhang mit Ölpalmen, Tropenholz, Soja, Rindfleisch und Kakao verknüpft werden kann.

 

Wissenschaftlicher Kontakt:

Prof. Martin Herold
Leitung Sektion 1.4 Fernerkundung und Geoinformatik
Helmholtz-Zentrum Potsdam
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Telegrafenberg
14473 Potsdam
Tel.: +49 331 288-1190
E-Mail: martin.herold@gfz-potsdam.de

Nora Meyer zu Erpen
Sektion 1.4 Fernerkundung und Geoinformatik
Helmholtz-Zentrum Potsdam
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Telegrafenberg
14473 Potsdam
Email: nora.meyer.zu.erpen@gfz-potsdam.de

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