Aufholen nach Corona: GEOtogether bringt Schüler:innen Freude am gemeinschaftlichen Experimentieren

Positive Zwischenbilanz des GFZ-Schülerlabors im BMBF-geförderten Projekt vor Beginn des 3. Zyklus

Zusammenfassung

Zur Überwindung von Lerndefiziten und zur Unterstützung von Schüler:innen in der Folge der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung das Programm „Aufholen nach Corona“ aufgelegt. Seit Februar 2022 hat das Schülerlabor des Deutschen GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ) mit dem Projekt „GEOtogether“ die ersten zwei Zyklen an Nachmittags-AGs hierzu angeboten – mit großem Zulauf und gutem Erfolg. Mit dem neuen Schuljahr startet nun die dritte Runde. In speziell konzipierten geowissenschaftlichen Kursen können Schüler:innen zweier Kooperationsschulen vor Ort am GFZ gemeinsam experimentieren. Dabei können sie Neues entdecken und erleben, nicht nur über Vulkanismus, Erdbeben oder Nachhaltigkeit, sondern auch hinsichtlich eigener Stärken und Interessen.  

Corona-Folgen für Schüler:innen

Die Corona-Pandemie hat für Schüler:innen ein erhebliches Maß an Belastungen gebracht: Homeschooling, technisch und didaktisch schwieriger Distanzunterricht, damit verbunden Isolation, das teilweise Fehlen von professioneller Anleitung und Feedback. Gemeinsames Lernen im gewohnten Sinne war kaum noch möglich, Lernrückstände und psychische wie soziale Belastungen waren die Folge.

Das GFZ-Projekt „GEOtogether“

Um diesen Corona-Folgen entgegenzuwirken, hat die Bundesregierung für die Jahre 2021 und 2022 das Programm „Aufholen nach Corona“ ins Leben gerufen und mit einer Milliarde Euro gefördert.

In diesem Rahmen läuft seit Februar 2022 im Schülerlabor des Deutschen GeoForschungsZentrums Potsdam (GFZ) das Projekt „GEOtogether“. Hierfür gibt es zwei Partnerschulen in Potsdam: die Fontane Oberschule und das Helmholtz-Gymnasium. In regulären Schulwochen finden dienstags und mittwochs Nachmittags-AGs für Gruppen von je zehn bis zwölf Schüler:innen statt – mit strengem Hygienekonzept. Das Projekt richtet sich an Grundschüler:innen der 5. und 6. Klassen, sowie an die Klassenstufen 7 bis 10.

Die beiden AGs eröffnen den insgesamt 85 jungen Menschen besondere Erlebnisse und Begegnungen am außerschulischen Lernort.

Freude am Lernen und selbstständigen Arbeiten vermitteln

„Obwohl es der Name des BMBF-Projekts anders suggeriert, geht es im geförderten Bereich für die außerschulische Lernorte nicht vorrangig um das Aufholen von Lernstoff, sondern um die Freude am Lernen und auch darum, das soziale Miteinander zu stärken“, erläutert Manuela Lange, die Leiterin des GFZ-Schülerlabors.

Die Schüler:innen können in den AGs unter Anleitung selbstständig geowissenschaftliche Experimente durchführen, zu Themen wie Vulkanismus, Erdbeben, Fossilien und Nachhaltigkeit. Dabei lernen sie auch, was es bedeutet, wissenschaftlich zu arbeiten und fächerübergreifend zu denken. Durch eigenes Agieren können sie individuelle Stärken entdecken und entfalten.

Einblicke in Geo-Forschung und Berufsperspektiven

Und nicht zuletzt gewinnen sie Einblicke in die Forschungsvielfalt am GFZ. Da die Nachmittags-AGs auf dem Campus des Wissenschaftsparks Albert Einstein auf dem Potsdamer Telegrafenberg stattfinden, können auch Besuche in Laboren und Begegnungen mit Wissenschaftler:innen ermöglicht werden. So sind eine Wissensvermittlung und ein Erleben von Forschung in authentischer Atmosphäre möglich, dort, wo Wissenschaft wirklich stattfindet. Das kann auch bei der späteren Berufswahl helfen: Die Geoforschung bietet nicht nur für Absolvent:innen eines Studiums interessante Perspektiven, sondern auch für diverse Ausbildungsberufe.

Positive Bilanz und Ausblick

Seit Februar 2022 sind zwei Projekt-Zyklen absolviert. Projektleiterin Manuela Lange zieht eine positive Zwischenbilanz:

„Der Zuspruch zu unseren Kursen ist groß und wir erleben, welchen Mehrwert den Kindern der Besuch auf dem Wissenschaftscampus Telegrafenberg und das gemeinsame Experimentieren bringen. Besonders erfreulich ist, dass wir im Rahmen dieses Programms Kinder erreichen können, die wir bislang mit unseren Angeboten noch nicht erreichen konnten. Die AG hat den Schüler:innen so viel Spaß gemacht, dass einige sehr gerne an einer weiteren Runde teilnehmen würden.“

So berichtete eine Teilnehmerin ihren Mitschüler:innen: „In der AG habe ich viele neue Sachen gelernt. Viel über Prozesse, die in der Erde ablaufen, die ich vorher nicht verstanden habe und die auch in der Schule gar nicht unterrichtet wurden. Ich weiß jetzt zum Beispiel, wie ein Vulkanausbruch funktioniert.“

Die Förderung des Projektes läuft bis Ende 2022, sodass es nun, nach den Sommerferien, noch zwei weitere Projekt-Zyklen dieser Art geben wird. An den zwei Nachmittagskursen pro Woche können wieder Kinder und Jugendliche aus den beiden Kooperationsschulen teilnehmen.

Weitere Informationen zum Schülerlabor des GFZ finden Sie hier:
https://www.gfz-potsdam.de/presse/gfz-schuelerlabor

 

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