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Wasser – zu viel oder zu wenig?

Luftaufnahme des TERENO-Nordost Testgeländes um Demmin, Mecklenburg-Vorpommern. Die Aufnahme entstand Ende August 2018 im Rahmen einer Befliegung zur Untersuchung des Wasser- und Treibhausgas-Austausches zwischen Boden und Atmosphäre. Sie zeigt den Polder Zarnekow, der durch Renaturierungsmaßnahmen zur Wiedervernässung ehemals trockengelegter Moore vor gut 15 Jahren entstand. In früheren Jahren war er als ein etwa ein Meter tiefer und mehrere hundert Meter breiter See zu erkennen, aufgrund der großen Hitze und Trockenheit trocknete er im Sommer 2018 nahezu aus (Foto: M. Zöllner, GFZ).

Klimawandel in Regionen verstehen, Folgen erkennen und Auswirkungen diskutieren: Die mittlerweile achte Regionalkonferenz des Forschungsverbunds REKLIM legt in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die Auswirkungen des Klimawandels in Nordost-Deutschland und beantwortet insbesondere Fragen rund um das Thema Wasser. Nach dem sehr warmen Sommer im Norden und Osten und der massiven Dürre in weiten Teilen Deutschlands zeichnen sich die Folgen dieser extremen Wetterbedingungen in vielen Bereichen ab: Ernteausfälle, Einbußen für die Binnenschifffahrt, großflächige Waldbrände sowie Belastungen für Mensch und Natur. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsverbunds REKLIM „Regionale Klimaänderungen“ der Helmholtz-Gemeinschaft diskutieren mit Vertretern aus Politik und Verwaltung, vor welche Herausforderungen der Klimawandel die Gesellschaft bereits heute stellt.

Die in diesem Jahr vom Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) vorbereitete 8. REKLIM Regionalkonferenz findet am 25. September 2018 im Hörsaalgebäude „H“ auf dem Telegrafenberg in Potsdam statt. Neben Expertinnen und Experten des Helmholtz-Forschungsverbunds REKLIM gestalten Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung das Programm aktiv mit. Es geht dabei besonders um Fragestellungen der Anpassung, wie z. B. der Historischen Gärten in Potsdam, dem Regenwassermanagement in Berlin oder wie sich die Wasserwirtschaft der Stadt Potsdam der Zukunft stellt. Ergänzt wird der Tag durch aktuelle Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft.

Gerade die Frage, ob extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Trockenheit häufiger und intensiver werden, spielt für die Anpassung eine enorm wichtige Rolle“, erklärt der wissenschaftliche Koordinator des Forschungsverbundes, Peter Braesicke, der am 1. September 2018 die wissenschaftliche Leitung des Forschungsverbundes von Peter Lemke übernommen hat. Er ergänzt: „Die REKLIM-Konferenz bietet eine hervorragende Dialog-Plattform, um mehr über die aktuelle Forschung und ihre Möglichkeiten, Extreme zu verstehen und vorherzusagen, zu erfahren und die Bedürfnisse der Gesellschaft herauszuarbeiten.“ Aber auch die Frage der Einordnung dieser Extremereignisse in den Kontext der Klimawissenschaften wird diskutiert. Seespiegeländerungen als Indikatoren für Klimaänderungen in der Vergangenheit und heute werden ebenso erörtert wie die Klimawirksamkeit wiedervernässter Moore oder die Rolle von Bäumen als Indikatoren von Wärmeinseln in der Stadt. Die Veranstaltung wird von Staatssekretärin Ulrike Gutheil vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) eröffnet.

Die 8. REKLIM Regionalkonferenz schließt mit einem Premierenabend von Kurzfilmen zum Thema Klimawandel, die der Forschungsverbund REKLIM in Kooperation mit der DEKRA Hochschule für Medien, Berlin, entwickelt hat.

Unter dem Titel „Ich wünschte, ich würd‘ in dieser Welt leben“ werden sieben Filme von jungen Filmemachern gezeigt, in denen kurze Geschichten und sehr persönliche Vision über die Folgen des Klimawandels erzählt werden. REKLIM engagiert sich seit 2013 in einer intensiven Kooperation mit der DEKRA Hochschule für Medien, um das Thema Klimawandel mit und insbesondere für die junge Generation fassbar und erfahrbar zu machen.

Wann: 25.09.2018, ab 9.30 Uhr ganztags.

Wo: Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Hörsaal Haus H, Telegrafenberg, 14473 Potsdam

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Das vollständige Programm, weitere Informationen sowie Anmeldung zur Tagung: https://www.reklim.de/konferenz-2018/

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Über REKLIM:
Die Helmholtz-Klimainitiative REKLIM (Regionale Klimaänderungen) ist ein 2009 gegründeter Verbund von neun Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft. REKLIM nutzt die in der Helmholtz-Gemeinschaft gebündelte Kompetenz für regionale Beobachtungs- und Prozessstudien in Kombination mit Modellsimulationen zur Verbesserung von regionalen und globalen Klimamodellen, die eine solide Basis für klimabezogene Entscheidungshilfen bieten sollen.

Weitere Informationen: www.reklim.de

Hinweise für JournalistInnen:

Druckbare Fotos und Grafiken stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung.

Ihr wissenschaftlicher Ansprechpartner am Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam ist:
Prof. Dr. Achim Brauer
Tel.: +49 (0)331 288-1330
E-Mail: brau@gfz-potsdam.de

Ihr Ansprechpartner für den REKLIM Verbund ist:
Dr. Klaus Grosfeld
Tel.: +49(0)471 4831-1765
E-Mail: klaus.grosfeld@awi.de

In der Pressestelle des Deutschen GeoForschungsZentrums steht Ihnen
Josef Zens
Tel.: +49(0)331-288-1040
E-Mail: josef.zens@gfz-potsdam.de
zur Verfügung, in der des Alfred-Wegener-Instituts steht Ihnen
Dr. Folke Mehrtens
Tel.: +49(0)471 4831-2007
E-Mail: medien@awi.de

gerne für Rückfragen zur Verfügung.

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