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Helmholtz-Alberta-Initiative geht weiter

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28.03.2013 | Potsdam:

Die Forschung zu ölsandbezogenen Aspekten im Rahmen der Helmholtz-Alberta-Initiative (HAI) wird von deutscher Seite ausgesetzt. Zugleich aber wird die Kooperation im Rahmen von HAI auf anderen Feldern ausgebaut und die exzellente Forschung mit der University of Alberta, Edmonton (Kanada), weitergeführt und gestärkt.

 

Dazu gehört die jüngst initiierte Zusammenarbeit im Bereich der Gesundheitsforschung. Weitere Ausbaupläne bestehen zur Forschung im Bereich der Fernerkundung und des Umweltmonitorings sowie zur Energiematerialforschung und zu mineralischen Ressourcen. Die im Rahmen von HAI betriebene Forschung, die mit der Ölsandförderung zusammenhing, hat auf deutscher Seite nur einen geringen Anteil am gesamten Themenportfolio dieser Kooperation.

 

Das Ziel der geplanten Neuorientierung ist es, der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit der University of Alberta in Edmonton außerhalb der „Ölsandforschung“ eine langfristige Perspektive zu sichern. Professor Hüttl, Wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ, dem auf deutscher Seite die Gesamtkoordination von HAI obliegt, äußerte sich: „Die Partnerschaft ist intakt und sehr erfolgreich. Im Rahmen dieser Kooperation ist die Unabhängigkeit und Ergebnisoffenheit der Forschung in jeder Hinsicht sichergestellt. Themenfelder wie Geothermie, Membrantechnologien, geologische Speicherung von Kohlendioxid, oder die Forschung zur initialen Ökosystementwicklung bilden seit Beginn der Initiative den zentralen Teil der HAI-Aktivitäten der daran beteiligten Helmholtz-Zentren.“

 

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,8 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

 

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