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Experimentierfeld „AgriSens DEMMIN 4.0“ in Mecklenburg-Vorpommern gestartet

Daniel Spengler (1. v.l.) bei der Übergabe des Bescheides für das Experimentierfeld zur Förderung der Digitalisierung in der Landwirtschaft durch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (Foto: Mit freundlicher Erlaubnis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) - Foto: Felix Zahn/photothek.net).
Daniel Spengler (1. v.l.) bei der Übergabe des Bescheides für das Experimentierfeld zur Förderung der Digitalisierung in der Landwirtschaft durch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (Foto: Mit freundlicher Erlaubnis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) - Foto: Felix Zahn/photothek.net).

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner überreichte am 9. März 2020 in Berlin den Fördermittelbescheid an das Projekt AgriSens DEMMIN 4.0. Ziel des Projektes ist die Erprobung und Förderung digitaler Technologien und die Nutzung von Fernerkundungsdaten in der Landwirtschaft. Im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nahmen die Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Forschungsinstitute die Fördermittelbescheide entgegen. Das Projekt wird mit 3,7 Millionen Euro gefördert. Bis zum Jahr 2023 sind in Deutschland insgesamt 50 Millionen Euro zur Förderung von sogenannten Experimentierfeldern in der Landwirtschaft eingeplant.

Geodaten, speziell die Daten von Fernerkundungssensoren auf Satelliten, Flugzeugen und Drohnen können es landwirtschaftlichen Betrieben zukünftig ermöglichen, ihre Produktivität zu steigern und gleichzeitig Umwelt und Biodiversität zu schonen. Zur Erprobung entsprechender Technologien startet mit AgriSens DEMMIN 4.0 (Fernerkundungstechnologien für die Digitalisierung im Pflanzenbau) ein regionales, digitales Experimentierfeld in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Forschungsverbund AgriSens DEMMIN 4.0, wird durch das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam koordiniert. Weitere Projektpartner sind das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) in Neustrelitz, Oberpfaffenhofen und Jena, das Forschungszentrum für landwirtschaftliche Fernerkundung des Julius Kühn-Instituts (FLF-JKI) aus Braunschweig, der Deutsche Wetterdienst (DWD), die Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg (MLU), die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU), die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), sowie die Hochschule Neubrandenburg (HS-NB). Landwirtschaftsbetriebe aus dem Raum Demmin in Mecklenburg-Vorpommern, sowie Partnerbetriebe der beteiligten Einrichtungen, die sich über ganz Deutschland verteilen sind mit praktischen Untersuchungen beteiligt. Weitere interessierte landwirtschaftliche Betriebe können sich dem Projekt weiterhin anschließen.

Daniel Spengler, Projektkoordinator, Sprecher des Experimentierfeldes und wissenschaftlicher Mitarbeiter am GFZ Potsdam: „Fernerkundungsdaten liefern reiche Datenschätze, die Landwirten für die Bewirtschaftung ihrer Fläche wichtige Informationen als Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen zum Beispiel in der Düngung, der Aussaat oder der Bodenbearbeitung geben können. Aktuell ist die Hürde diese Daten zu nutzen für viele Landwirte leider viel zu hoch. Dies betrifft vor allem den Zugang zu den Daten, die Nutzung in einer Fülle von Softwarelösungen und unübersichtlichen Angeboten des Marktes. Mit dem Experimentierfeld AgriSens DEMMIN möchten wir für Landwirtinnen und Landwirte niedrigschwellige Lösungen anbieten und den Einstieg in die Nutzung von Fernerkundungs- sowie weiteren Geodaten wie Wetterdaten und Feldbeobachtungen anbieten.“

Weiterführende Informationen:

Wissenschaftlicher Kontakt:
Dr. Daniel Spengler
Sektion Fernerkundung und Geoinformatik
Helmholtz-Zentrum Potsdam
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Tel.: +49 331 288-1764
Email: Daniel.Spengler@gfz-potsdam.de

Medienkontakt:
Dipl.-Phys. Philipp Hummel
Referent in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum Potsdam
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Telegrafenberg
14473 Potsdam
Tel.: +49 331 288-1049
Email: Philipp.Hummel@gfz-potsdam.de
Twitter: @GFZ_Potsdam

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