... die als Verschiebung der Äquipotentialfläche des Schwerefeldes (des Geoids) beschrieben werden. Dieses isostatische Ungleichgewicht resultiert in den vormals vereisten Gebieten in einem niedrigen Geoid. Der Anpassungsprozess reduziert die Geoiddepression durch den Zufluss von Mantelmaterial. Ein prominentes Beispiel findet sich in Nordost-Kanada, wo das Geoid um etwa 40 m, abgesenkt ist und zeigt, dass sich nach dem Rückzug des Laurentinischen Eisschildes noch kein isostatisches  Gleichgewicht eingestellt hat. Für dieses Gebiet muss man jedoch beachten, dass mindestens 50 Prozent auf eine Dichteanomalie und damit auf Mantelkonvektion zurückzuführen ist (e.g. Mitrovica & Vermeersen, 2002, Ice Sheets, Sea Level and the Dynamic Earth. American  Geophysical Union, Washington). Heutige Änderungen in den Eisschilden dominieren dagegen durch ihre direkte Massenanziehung das Geoid, wohingegen die elastische Antwort der festen Erde vergleichbar gering ausfällt. In der Antarktis oder in Grönland werden damit die mit GRACE beobachteten Massenänderungen durch rezentes Abschmelzen sowie den GIA Effekt verursacht.

Referenzen:

Sasgen, I., Konrad, H., Ivins, E. R., van den Broeke, M. R., Bamber, J. L., Martinec, Z., Klemann, V. (2013): Antarctic ice-mass balance 2002 to 2011: regional re-analysis of GRACE satellite gravimetry measurements with improved estimate of glacial-isostatic adjustment. - The Cryosphere, 7, p. 1499-1512.  GFZpublic | doi.org/10.5194/tc-7-1499-2013 | PDF |

Dobslaw, H., Bergmann, I., Dill, R., Forootan, E., Klemann, V., Kusche, J., Sasgen, I. (2015): The updated ESA Earth System Model for future gravity mission simulation studies. - Journal of Geodesy, 89, 5, p. 505-513.

| GFZpublic | doi.org/10.1007/s00190-014-0787-8 | URI | PDF | 

 

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