CO2 Large-scale EGR in the Altmark natural gas field

CLEAN / Akzeptor

Im Forschungs- und Entwicklungsvorhaben CLEAN (CO2 Large-Scale Enhanced Gas Recovery in the Altmark Natural Gas Field) wird in einem Teilfeld der Lagerstätte Altmark die Möglichkeit untersucht, konventionell nicht förderbare Erdgasmengen mittels Kohlendioxid (CO2) zu fördern. Gleichzeitig werden wesentliche Erkenntnisse gewonnen, die zur geologischen CO2-Speicherung in erschöpften Gaslagerstätten weltweit genutzt werden können. CO2 hat den größten Anteil an den weltweit verursachten anthropogenen Treibhausgasen. Aus diesem Grund leistet das CLEAN-Projekt einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag auf dem Weg der Reduzierung anthropogener Emissionen von Treibhausgasen. Ergänzend wird durch eine verlängerte Ausbeute des umweltfreundlichen Rohstoffes Erdgas aus der Lagerstätte Altmark ein wichtiger Beitrag für die Versorgungssicherheit auf regionaler Ebene geleistet. Im Rahmen des Pilotvorhabens sollen nahezu 100.000 Tonnen CO2 in das hydraulisch und strukturell isolierte Teilfeld Altensalzwedel in eine Tiefe von über 3000 m eingebracht werden.

Lage des Erdgasfeldes Altmark. Gekennzeichnet sind Gasfelder (rot), Erdölfelder (grün) und Salzstrukturen im Untergrund (hellblau). Die Altmark ist das zweitgrößte onshore-Erdgasfeld Europas. Quelle: LBEG Niedersachsen

 

Das Projekt CLEAN wird von 16 Institutionen der deutschen Wissenschaft und Wirtschaft durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Geotechnologien-Programm seit Juli 2008 finanziert. Die Projektleitung und Koordination wird durch das Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ durchgeführt. Die Eigentümerin des Altmark-Gasfeldes, die GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH, stellt als wichtiger Projektpartner das Teilfeld Altensalzwedel zur Verfügung. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren.

Die Forschungsschwerpunkte des Verbundvorhabens CLEAN

Der Forschungsschwerpunkt von CLEAN liegt in der Untersuchung, Beschreibung und Bewertung aller mit der CO2-Einbringung verbundenen Prozesse. Folgende wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Fragen sollen u.a. beantwortet werden:

  • Wie sind die ökonomischen und technischen Erfolgsaussichten einer EGR Maßnahme in der Altmark zu bewerten?
  • Mit welcher Technologie kann CO2 kostengünstig, effektiv und langfristig sicher in den Untergrund gebracht werden?
  • Wie kann die Integrität (Unversehrtheit) ehemaliger Förderbohrungen während und nach einer CO2-Injektion technisch überwacht und gewährleistet werden?
  • Welche hydraulischen, geomechanischen und geochemischen Prozesse werden durch die Injektion von CO2 beeinflusst und wie können diese erfasst, dargestellt und durch Modelle vorhergesagt werden?
  • Wie lässt sich das Einbringen und die Ausbreitung des CO2 technisch überwachen?

CLEAN Themenverbünde

Fünf Themenverbünde bilden das Gerüst für das Verbundvorhaben und werden von dem/der verantwortlichen ThemenverbundsprecherIn im Lenkungsausschuss des Projekts vertreten.

In CLEAN werden folgende Themenverbünde bearbeitet bzw. erforscht

  • Technikumsanlage zur Einbringung von CO2
  • Bohrungsintegrität
  • Geowissenschaftliche Prozessbeschreibung
  • Umwelt und Prozessmonitoring
  • Öffentliche Akzeptanz - Akzeptor

Die Mehrzahl der Themenverbünde untergliedert sich in weitere Projekte, denen jeweils ein(e) Projektveranwortliche(r) vorsteht. Bis zu fünf Projekte sind in einem Themenverbund zusammengefasst. Im Themenverbund „Technikumsanlage“ und „Öffentliche Akzeptanz“ wurde auf eine weitere Untergliederung verzichtet.

Akzeptor

Die Öffentlichkeitsarbeit im Projekt CLEAN soll transparente und sachliche Informationen über den Hintergrund und den Stand der Forschung im Projekt liefern. In diesem Zusammenhang sollte u.a. eine Informationsstelle in Salzwedel eröffnet werden, um die Öffentlichkeit bürgernah vor Ort über das Projekt zu informieren. Die geplante Eröffnung des Informationszentrums in Salzwedel wurde im Einvernehmen mit dem BMBF und GDF SUEZ aufgrund des Projektverlaufs ausgesetzt. Die Öffentlichkeitsarbeit wurde unabhängig davon weitergeführt und die im Rahmen des Projektes erstellten Exponate im Besucherzentrum des Pilotstandortes Ketzin der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Aufgaben des Themenverbunds:

  • Einrichtung und Betrieb einer Informationsstelle
  • Presse- und Medienarbeit
  • Aufbau und Pflege eines Internetauftritts für das Projekt
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