Helmholtz-Zentrum Deutsches Geoforschungszentrum

Liane G. Benning 2024-2028 Fachkollegiatin der DFG

Die Leiterin der Sektion 3.5 Grenzflächen-Geochemie wurde erneut in das Fachkollegium für Mineralogie, Petrologie und Geochemie gewählt. Sie ist die einzige GFZ-Vertretung in diesen DFG-Gremien.

Liane G. Benning, Leiterin der Sektion 3.5 Grenzflächen-Geochemie, ist auch in der Amtsperiode 2024-2028 Mitglied im Fachkollegium für Mineralogie, Petrologie und Geochemie. Mit 277 Stimmen erzielte sie das stärkste Ergebnis in diesem Fach. Sie ist dann die einzige Vertreterin des GFZ in den Fachkollegien der DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft).

In den vergangenen zwei Wahlperioden war Magdalena Scheck-Wenderoth, Direktorin des Departments 4 „Geosysteme“ und Professorin an der RWTH Aachen, Mitglied des Fachkollegiums „Geologie und Paläontologie“. Im Fachkollegium „Geochemie, Mineralogie und Kristallographie“ war von 2012 bis 2020 Monika Koch-Müller vertreten, bis 2022 Leiterin der Sektion 3.6 „Chemie und Physik der Geomaterialien“, Professorin an der TU Berlin und mittlerweile im Ruhestand. Aktuell hochrangige Vertreterin des GFZ bei der DFG ist auch Charlotte Krawczyk, Leiterin von Sektion 2.2 „Geophysikalische Abbildung des Untergrunds“ und Professorin an der TU Berlin, die 2020 in den 39-köpfigen Senat der DFG gewählt wurde und dort die „Geowissenschaften des Erdkörpers“ vertritt.

Aufgabe der Fachkollegien

Die DFG-Fachkollegien werden für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. Sie sind ein wichtiger Teil der wissenschaftlichen Selbstverwaltung, insbesondere für die Verteilung von Fördergeldern durch die DFG. Ihre Mitglieder begutachten, bewerten und entscheiden über Förderanträge an die DFG in ihrem jeweiligen Fachgebiet: Sie vergleichen alle ihnen vorliegenden Forschungsanträge, um innerhalb des gegebenen finanziellen Rahmens die förderungswürdigsten Projekte zu identifizieren. Damit ist sichergestellt, dass die Anträge nach einheitlichen Maßstäben beurteilt werden. Darüber hinaus entwickeln die Fachkollegiat:innen Förderprogramme der DFG weiter und diskutieren förderpolitische Themen.

Wahl der Fachkollegien

Rund 150 000 promovierte Wissenschaftler:innen, die eine wissenschaftlich forschende Tätigkeit ausüben, wählen alle vier Jahre jeweils mindestens zwei Vertreter:innen für jedes Fach. Die genaue Anzahl Vertreter:innen hängt davon ab, wie viele Förderanträge im jeweiligen Fach bei der DFG eingehen.

Zwischen dem 23. Oktober und 20. November 2023 stimmten insgesamt 54 068 Wissenschaftler:innen online über die Besetzung von 649 Plätzen in insgesamt 49 Fachkollegien ab. Jede Person konnte bis zu sechs Stimmen abgeben. Für die Amtsperiode von 2024 bis 2028 hatten sich 1631 Kandidierende zur Wahl gestellt.

Die neu gewählten Fachkollegien nehmen ihre Arbeit in der konstituierenden Sitzung auf, die im Frühjahr 2024 stattfinden wird.

Ein Ergebnis der Wahl, so betonte die DFG in ihrer Pressemitteilung, ist der erneut gestiegene Frauenanteil: Der Prozentsatz der gewählten Fachkollegiatinnen liegt bei 37,9. Bei der Wahl 2019 waren es 32,1 Prozent.

Der Senat der DFG

Der Senat der DFG berät und beschließt im Rahmen der von der Mitgliederversammlung beschlossenen Grundsätze über alle Angelegenheiten der DFG von wesentlicher Bedeutung. Er ist damit zuständig für alle wesentlichen Entscheidungen in der Forschungsförderung im Vorfeld der konkreten Förderentscheidung sowie für alle wesentlichen Entscheidungen zur Gestaltung des Begutachtungs-, Bewertungs- und Entscheidungsverfahrens. Der Senat beschließt zudem, welche Fachkollegien zu bilden sind und wie sie sich gliedern. Insgesamt gehören dem Senat 39 Mitglieder an.

Zur Person

Prof. Liane G. Benning ist Geochemikerin und nach Stationen in der Schweiz, den USA und dem Vereinigten Königreich seit 2014 als Leitung der Sektion 3.5 Grenzflächen-Geochemie am GFZ tätig. Seit 2016 ist sie außerdem Professorin für Grenzflächen-Geochemie an der Freien Universität Berlin.

In ihrem aktuellen Hauptprojekt DEEP PURPLE, finanziert durch einen ERC Synergy Grant des Europäischen Forschungsrats, untersucht sie die physikalischen und mikrobiellen Prozesse, die den grönländischen Eisschild verdunkeln und das Schmelzen des Eises sowie den Anstieg des Meeresspiegels beschleunigen.

(Mit Textbausteinen von der DFG)
(Ergänzt am 12. Januar 2024)

Medienkontakt

Wissenschaftlicher Kontakt

Weitere Meldungen

zurück nach oben zum Hauptinhalt