Unterzeichnung des MoU mit der Chinese University of Geosciences Beijing (CUGB)

Anlässlich der Unterzeichnung eines gemeinsamen MoU war eine Delegation der Chinese University of Geosciences Beijing (CUGB) am GFZ zu Besuch. Die Delegation wurde von Herrn Dr. Schwartze empfangen. Zwischen dem GFZ und der CUGB wurde ein gemeinsamer Austausch auf folgenden Gebieten vereinbart: 

  • Tiefe Biosphere
  • Geothermie
  • Untergrundspeicherung
  • Bildung von Erzlagerstätten
  • Wissenschaftliches Bohren
  • Paleoklima
  • Geologie in der Fernerkundung
  • Konventionelle und Nichtkonventionelle Erdöllagerstätten

Nach der gegenseitigen Vorstellung der beiden Institutionen und ihrer Forschungseinrichtungen, erfolgten zu den genannten Themen Kurzbeiträge von Wissenschaftlern aus dem GFZ. 

 

 

Oman - German Cooperation on Sustainable Energy Concepts

Vom 17. bis 18 Mai fand in Muskat Oman ein Workshop zu nachhaltigen Energiekonzepten statt. Der Workshop wurde unter der Schirmherrschaft der deutschen Botschaft in Muskat vom Omanischen Research Council (TRC) und dem GFZ organisiert. Eröffnet wurde der Workshop bei einem Empfang in der neu errichteten deutschen Botschaft in Muskat durch den deutschen Botschafter Herrn Freiherrn von Reibnitz. In einer öffentlichen Podiumsdiskussion diskutierten der deutsche Botschafter, Dr. Stroink vom internationalen Büro des GFZ, Dr. Al-Haddabi vom Research Council und Prof. Dr. Schlatmann vom Helmholtz Zentrum Berlin und Leiter der Photovoltaikforschung diskutierten Aspekte der deutsch-omanischen Forschungskooperation und der nachhaltigen Energieerzeugung. Am nächsten Tag standen Vorträge zu praktischen Erfahrungen der gemeinsamen Forschungskooperation im Zentrum. Studenten vom TRC, der deutschen Universität in Oman (GUO) und der Sultan Qabus Universität (SQU), hatten Gelegenheit in einer Postersession ihre Arbeiten, dem breiten Fachpublikum vorzustellen. Sie konnten sich zudem in einer kleinen Ausstellung im Foyer über Möglichkeiten des Forschungsaustausches mit Deutschland und über deutsche und omanische Industrieprojekte informieren. 

Mit der Veranstaltung konnten unsere Beziehungen zur omanischen Forschungslandschaft weiter vertieft und ausgebaut werden. 

Workshop mit dem Earth Observatory Singapur (EOS)

Am 22./23. März 2017 trafen sich Geowissenschaftler des GFZ und des Earth Observatory Singapore, EOS (http://www.earthobservatory.sg/about/welcome), zu einem 2-tägigen Symposium am Deutschen GeoForschungsZentrum. EOS wurde vor 8 Jahren als Exzellenz-Zentrum der Nanyang Technological University, NTU Singapore gegründet und zählt heute zu den Top-Adressen der internationalen Geoforschung. Dem Workshop vorausgegangen war ein Besuch des Wissenschaftlichen Vorstands, Prof. Dr. Reinhard Hüttl und dem Leiter des Internationalen Büros, Dr. Ludwig Stroink, im August 2015 an der NTU, die in Asien regelmäßig die obersten Ränge im jährlichen QS-Global University Ranking einnimmt (2016: Rang 3). http://www.ntu.edu.sg/Pages/home.aspx. 

Im Rahmen zukünftiger Projektkooperationen von GFZ und EOS soll der Austausch von jungen WissenschaftlerInnen ebenso gestärkt werden, wie die gemeinsame Nutzung der exzellenten Infrastruktureinrichtungen. Ein sog. Memorandum of Understanding (MoU) wird die zukünftige Zusammenarbeit auch formal regeln. Thematisch stehen Georisiken, wie z.B. die Vulkan- und Erdbebenforschung sowie die Klimaforschung im Zentrum des gegenseitigen Interesses. Regionaler Fokus wird SE-Asien sein.

Besuch der kolumbianischen Botschafterin H.E. Dr. María Lorena Gutiérrez am GFZ

Am 3. April 2017 besuchte Ihre Exzellenz Frau Dr. María Lorena Gutiérrez das GFZ. Ziel der Zusammenkunft zwischen der Botschafterin und Prof. Dr. Hüttl war die Vertiefung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Kolumbien und dem GFZ. Auch die Zusammenarbeit mit acatech, als Model der wissenschaftlichen Kooperation zwischen Privatwirtschaft und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen wurde mit der Botschafterin diskutiert. Die Botschafterin interessierte sich insbesondere für den Deutschen Innovationsdialog als Model für Kolumbien. Da das Treffen kurz nach dem verheerenden Erdrutsch von Mocoa in der kolumbianischen Andenregion stattfand, wurde kurzfristig das Programm umgestellt. Prof. Dr. Niels Hovius informierte die Botschafterin über die HART Gruppe (Hazard and Risk Team) am GFZ. Auch wenn nach Einschätzung von Herrn Hovius Mocoa kein Fall für HART ist, da es sich nicht um ein einmaliges Ereignis handelt, hat das GFZ und die HART Gruppe der Botschafterin angeboten, mit Kolumbien zu allen Aspekten der Risikoabschätzung und Risikoanalyse zu kooperieren. Die Botschafterin informierte sich über Forschungsarbeiten auf den Gebieten der Seismologie (Dr. Claus Milkereit) , der Vulkanologie (Dr. Thomas Walter) und zur Geothermie (Dr. Kemal Erbas). Weiter wurden die Möglichkeiten der Fernerkundung für das Monitoring von Landressourcen vorgestellt (Dr. Sigrid Rössner). 

Alle Teilnehmer des kleinen Workshops stimmten darüber ein, dass Kolumbien ein ideales Laboratorium für die geowissenschaftliche Forschung darstellt. Im einzelnen wurde beschlossen, zukünftig folgende Aktivitäten gemeinsam durchzuführen:

  • Ausrichtung eines gemeinsamen Workshops zur Intensivierung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Geothermie und der Bewertung von Georisiken (Erdbeben, Vulkane und Hangrutschungen).
  • Verstärkung der Zusammenarbeit mit dem Geologischen Dienst Kolumbiens
  • Durchführung von gemeinsamen Forschungsaktivitäten im Rahmen der Pazifischen Allianz
  • Zusammenarbeit mit der Nationalen Planungsbehörde auf dem Gebiet der Bioökonomie
  • Förderung der Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft (ISAGEN) im Bereich der Geothermie.