Aufbau des Dateninformationssystems für das GESEP Kern- und Probenlager

BoKeLa

Das Deutsche Forschungsbohrkonsortium GESEP e.V., ein Zusammenschluss geowissenschaftlicher Institute in Deutschland, hat im Oktober 2009 beschlossen, mit der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und dem MARUM der Universität Bremen, ein zweiteiliges Kernlager in Bremen und Berlin-Spandau aufzubauen. Die Infrastruktur in Form der Gebäude, des Personals und der apparativen Ausstattung sind über das MARUM und die BGR gesichert, aber parallel soll dazu eine digitale Infrastruktur für Proben und entsprechende (Meta-)Daten sowie zur online Verteilung und Vernetzung aufgebaut werden. Als Beispiel sollen Kerne und Daten des ICDP dienen, da diese detailliert dokumentiert, aber bisher nicht zentral gelagert werden.

Die Antragsteller streben an, eine komplexe Daten- und Probeninfrastruktur am Beispiel dieses neuen Nationalen Bohrkernlagers aufzubauen. Gleichzeitig soll ein Informationsportal zur digitalen Vernetzung wichtiger existierender und neuer Komponenten erstellt werden. Durch den verteilten Aufbau des Lagers ist dies notwendig, aber auch eine ausgezeichnete Gelegenheit bisherige Informationsinseln zu verknüpfen.

Ziel dieses DFG-Projekts ist der Aufbau des Dateninformationssystems für das GESEP Kern- und Probenlager. Die Antragsteller planen den Aufbau eines geowissenschaftlichen Proben- und Informationssystems für ein neues, nationales Lager für Bohrkerne und Proben aus Forschungsbohrungen, das initiiert durch das Deutschen Forschungsbohrkonsortium (GESEP e.V.) erstellt wird. Dabei soll am Beispiel von umfassend dokumentierten Bohrkernen und Daten des International Continental Scientific Drilling Program in einem ersten Schritt eine Probenverwaltungssoftware entwickelt und mit persistenten Identifikatoren versehen werden. Eine weitere Entwicklungslinie wird dem Aufbau eines digitalen Portals dienen, das die nachhaltige Nutzung der Daten und Proben sowie der Vernetzung mit weiteren geowissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen ermöglicht. Diese Entwicklung soll zu einer projektunabhängigen, zentralen Datenbasis führen, die Forschungsdaten, Metadaten, und die dazugehörigen Proben und Publikationen zusammenführt. Dabei werden existierende Komponenten weiter entwickelt und mittels neuer Standards global verknüpft.

Das DFG-Projekt Bokela ist ein gemeinsames Projekt des GFZ, der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und des Zentrums für Marine Umweltwissenschaften der Uni Bremen (MARUM) im Rahmen des Deutschen Konsortiums für wissenschaftliches Bohren (GESEP e.V.)