Zentrum für Wissenschaftliches Bohren

 

Eine Vielzahl geowissenschaftlicher Fragen lassen sich mit den herkömmlichen oberflächenbasierten Untersuchungsmethoden nur unzureichend beantworten. Zur Klärung von Fragestellungen aus verschiedenen Bereichen der Grundlagenwissenschaften (z.B. Erdbeben, Vulkanismus, Klimaforschung) sowie angewandter Wissenschaften (z.B. Tunnelbau, Geothermie, unterirdische CO2-Speicherung) werden häufig zusätzliche Informationen benötigt. Wissenschaftliches Bohren und der innovative Einsatz geophysikalischer Messmethoden können hier Lösungen anbieten.

Die Gruppe Wissenschaftliches Bohren setzt sich aus Wissenschaftlern, Ingenieuren und technischem Personal zusammen. Das Aufgabengebiet umfaßt die Planung, Entwicklung und Betreuung wissenschaftlicher Bohrprojekte sowie Forschung und Entwicklung im Bereich geophysikalischer Messverfahren für den Einsatz untertage.

Internationale Projekte werden vor allem im Rahmen des International Continental Scientific Drilling Program (ICDP) ebenso organisiert und durchgeführt wie nationale und internationale Vorhaben anderer Projektträger.

Wir bilden aus: Elektroniker/in für Geräte und Systeme

Elektroniklabor

Die Entwicklung hochauflösender geophysikalischer Erkundungssysteme für Untertageanwendungen und den mobilen Einsatz im nahen Erdoberflächenbereich eröffnet viele interessante elektrotechnische Problemstellungen. Hierzu zählen u.a. die Entwicklung, der Aufbau und die Programmierung funkgesteuerter Datenerfassungssysteme sowie von Steuer- und Regelungssystemen für seismische Impuls- und Vibrationsquellen. Ein weiteres anspruchsvolles Aufgabenfeld ist die Planung, Installation und Inbetriebnahme von Elektrodenarrays in Bohrungen mit dazugehöriger Messtechnik. Für die Erprobung und die Anwendung im Rahmen von Forschungsprojekten werden umfangreiche Messkampagnen durchgeführt. Ein Elektroniker und eine Auszubildende setzen hierfür die Ideen von mehreren Entwicklungsingenieuren um.

Vermittlung besonderer Fachqualifikationen:

  • Geräteentwicklung: Umsetzen elektronischer Schaltungen, Entwurf von Platinen mit Eagle, Herstellung von Platinen mit einem Fräsbohrplotter, Auswahl und Bestellung elektronischer Bauteile, Bestücken und Test von Platinen, Einbau von einzelnen Komponenten in Gehäuse, Verdrahtung und Test von Gesamtsystemen
  • Messkampagnen: Kabelkonfektionierung insbesondere für kabelgebundene seismische Messsysteme, Vorbereitung von Messkampagnen, Instandhalten von Messsystemen

Ergänzt und abgerundet wird die Ausbildung durch eine einmonatige mechanische Grundausbildung in der Zentralwerkstatt des GFZ Potsdam sowie durch Fachlehrgänge, um insbesondere folgende Themenfelder zu vertiefen:

  • Sensorik, Digitale- und analoge Schaltungstechnik, Verstärkertechnik
  •  Mikroprozessortechnik
  •  SPS-Technik (Simatic-S7), pneumatische, elektropneumatische und hydraulische Steuerungen
  •  Regelungstechnik

 Bachelor-/Masterarbeiten und Praktika

Soweit es die zu bearbeitenden Themengebiete erlauben, geben wir angehenden Ingenieuren der Elektrotechnik gerne die Gelegenheit ihre Abschlussarbeit in unserem Bereich zu realisieren. Wenn irgend möglich versuchen wir auch Praktikanten die Möglichkeit zu eröffnen, Erfahrungen in den Bereichen Elektronik und Forschung zu sammeln.

Ansprechpartner

Kay Krüger kkrueger@gfz-potsdam.de Tel.: +49 (0)331 288 1547

Kontakt

Ulrich Harms
Sektionsleiter
Dr. Ulrich Harms
Zentrum für Wissenschaftliches Bohren
Telegrafenberg
Gebäude A 69, Raum 316
14473 Potsdam
+49 331 288-1085
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Assistenz

Ines Thoß
Ines Thoß
Zentrum für Wissenschaftliches Bohren
Telegrafenberg
Gebäude A 69, Raum 314
14473 Potsdam
+49 331 288-1097
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