Sektion 6.4: Zentrum für Wissenschaftliches Bohren

Der Schwerpunkt der Messsystem-Entwicklungen liegt im Bereich der hochauflösenden seismischen Erkundung des Untergrundes. Dies gilt insbesondere für die Vorauserkundung während des Bohrbetriebs, sei es für tiefe Bohrungen oder im Bereich des Tunnelbaus.

Zur sicheren Erschließung geothermischer Reservoire kommt der vorausschauenden Erkundung beim Bohren zunehmend eine besondere Bedeutung zu. Im Projekt SPWD wird am Deutschen GeoForschungsZentrum eine neue innovative seismische Erkundungsmethode erforscht und mit einem hierzu entwickelten Bohrlochtool getestet. Die Übertragung der anfallenden Datenmengen von untertage an die Erdoberfläche wird im Projekt SPWD-BUSData untersucht.

Die Entwicklung seismischer Mess- und Auswertesysteme zur hochauflösenden Erkundung geologischer Strukturen um und vor Tunnelbauwerken wird am Deutschen GeoForschungsZentrum im Projekt SOUND verfolgt.

Für mobile oberflächennahe hochauflösende seismische Erkundungen steht das Geosonar zur Verfügung.

Die hochaufgelöste seismische Erkundung des unterirdischen Raumes in ihren unterschiedlichsten Anwendungsbereichen erfordert eine stete Weiterentwicklung der seismischen Datenverarbeitung, deren integrierter Darstellung sowie der Interpretation der Messergebnisse (siehe auch ISIS oder TOAST). Die entsprechenden Softwaretools werden im Rahmen aktueller Projekte realisiert.

Internationale Tiefbohrprojekte des International Continental Scientific Drilling Program (ICDP) werden durch die Operational Support Group (OSG) unterstützt. Die OSG begleitet nationale und internationale Bohrprojekte des ICDP und des GFZ sowie Vorhaben anderer Projektträger während aller Projektphasen. ICDP orientiert sich an den sozialen Herausforderungen, unter denen folgende Forschungsthemen bearbeitet werden:

Kontakt

Ulrich Harms
Sektionsleitung
Dr. Ulrich Harms
Zentrum für Wissenschaftliches Bohren
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14473 Potsdam
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