Zentralasiatisches Global-Change Observatorium (GCO-CA) – Paläoklima, Umwelt, und Klimawandel

Zentralasien mit seinen hoch-dynamischen, tektonisch aktiven Gebirgsregionen Tian Shan, Pamir und dem Tibet Plateau befindet sich an der Schnittstelle zwischen atlantisch-sibirischer sowie der asiatischen Monsun-Klimadynamik. Damit ist es eine Schlüsselregion für das Verständnis der Kontinent-Atmosphären Wechselbeziehung des eurasischen Kontinents und der nördlichen Hemisphäre. Ziele der geowissenschaftlicher Untersuchungen von vorrangig Oberflächenprozessen sind die Klimavariabilität und Geodynamik und ihre Rückkopplung in unterschiedlichen Zeitskalen der geologischen Vergangenheit sowie ihre derzeitigen sowie künftigen Auswirkungen auf den menschlichen Lebensraum.

Derzeit von Mitarbeitern der Sektion 5.2 bearbeitete Sites in der Kirgisischen Republik

In einem integrierten Ansatz aus Untersuchungen von Paläo-Klimaarchiven (Seesedimente, Speleotheme und Baumringe) und parallelem Limno-, Speleo-, Dendro- und Staub-Monitoring sollen neben der Klimavariabilität der Region auf verschiedenen Zeitskalen auch die Magnituden und Wiederholraten von klimatisch und nicht-klimatischen Extremereignissen (Erdbeben, Bergstürze, See-Ausbrüche) erfasst werden.

Seesediment-Untersuchungen und Limno-Monitoring konzentrieren sich derzeit auf zwei relativ flache, mittelgroße Seen in intramontanen Becken (Song-Kul, auf 3.016 m NN, und Chatyr-Kul, auf 3.520 m NN) und einen tiefen Bergsturz-See (Sary-Chelek, auf 1.873 m NN).

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Speleotheme sind exzellente Archive zur Untersuchung von Paläo-Klima –Hydrologie. Sie können mit der U-Th Methode für die letzten 500.000 Jahre präzise datiert werden.

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Das GFZ betreibt seit Sommer 2010 in enger Kooperation mit dem CAIAG auf dem Gelände einer Feldstation der Russischen Akademie der Wissenschaften in 1.740 m Meereshöhe eine Staubmessstation.

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Die Untersuchungen konzentrieren sich derzeit auf die Kirgisische Republik und werden vom Zentralasiatischen Institut für Angewandte Geowissenschaften ZAIAG in Bishkek maßgeblich unterstützt. Zukünftig sollen neben Kirgisistan auch andere Länder der Region wie Kasachstan, Tadschikistan und China einbezogen werden. Kooperationsbeziehungen bestehen neben dem ZAIAG bereits mit der Slawonischen Universität Bishkek, dem Mountain Societies Research Institute der University of Central Asia (siehe Projektseite PALESCA) und der Russischen Akademie der Wissenschaften Bischkek. Mehrere Partner aus Deutschland (FU Berlin, TU Braunschweig, Friedrich-Schiller-Universität Jena) sind über das BMBF-geförderte Projekt CAHOL (Central Asian Holocene Climate) einbezogen.

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