PalMod - From the Last Interglacial to the Antropocene - Modeling a Complete Clacial Cycle

Unter Nutzung unterschiedlichster Geoarchive (z.B. Eisbohrkerne, marine Sedimente, Seesedimente, Höhlensinter, Baumringe) sind in den letzten Jahrzehnten bedeutende Fortschritte bei der Rekonstruktion der Klimavariabilität in der Vergangenheit erzielt worden. Die so gewonnenen paläoklimatischen Proxy-Datensätze spiegeln jedoch größtenteils regionale Klimasignale wieder. Eine umfassende Synthese der bisher vorliegenden Paläoklima-Datensätze im globalen oder zumindest hemisphärischen Maßstab ist bisher nicht erfolgt und stellt eine große Herausforderung für die Paläoklimaforschung dar. Die globale Synthese von Paläoklima-Datensätzen aus äußerst verschiedenen Archiven gestaltet sich allerdings aufgrund der unterschiedlichen chronologischen Basis der vorhandenen Datensätze (z.B. Auszählung von Jahreslagen in Eisbohrkernen und Seesedimenten, radiometrische Datierungsmethoden, astronomisches Tuning) sowie der großen Bandbreite an Proxy-Daten, die jeweils unterschiedliche klimatische Parameter (z.B. Temperatur, Niederschlag) wiederspiegeln und eine unterschiedliche Klimasensitivität besitzen, äußerst schwierig.

Ziel des von der Sektion 5.2 des GFZ koordinierten Arbeitspakets WP 3.2 ist die Zusammenstellung und Synthese weltweit vorhandener hochauflösender Paläoklima-Datensätze aus Eisbohrkernen, marinen und lakustrinen/terrestrischen Sedimenten sowie Speleothemen, wobei die Arbeit der Sektion 5.2 vor allem auf die Zusammenstellung von Datensätzen aus warvierten (jahresgeschichteten) Seesedimenten fokussiert. Ebenfalls am WP 3.2 beteiligte Arbeitsgruppen des AWI, des MARUM und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz bearbeiten die anderen Paläoklimaarchive. Im Rahmen des Arbeitspakets soll eine unabhängige Qualitätskontrolle für die verschiedenen Paläoklima-Datensätze entwickelt sowie deren Klassifikation und Harmonisierung vorgenommen werden. Dies stellt eine Grundvoraussetzung für einer robuste Zusammenstellung von Paläoklima-Datensätzen aus regionalen Schlüsselarchiven dar, die dazu genutzt werden soll, Variationen in den unterschiedlichen Elementen des globalen Klimasystems sowie den assoziierten biogeochemischen Prozessen während des letzten glazialen Zyklus zu quantifizieren. Die so gewonnen robusten und repräsentativen Paläoklima-Datensätze sollen letztendlich eine Validierung der im Rahmen des Projekts durchgeführten Modellsimulationen des Klimasystems ermöglichen.

WP 3.2 Partner:
Johannes Gutenberg Universität Mainz
Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven und Potsdam (AWI)
Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen (MARUM)

Links:
PalMod Projektwebseite

Finanzierung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), 01LP15-[10][A]

Kontakt

Achim Brauer
Sektionsleiter
Prof. Dr. Achim Brauer
Klimadynamik und Landschaftsentwicklung
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Arne Ramisch
Wissenschaftler
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