Projekt Zellstrukturen

KLSM in quantitativer Holzanatomie: ein neuartiger Ansatz

Die Konfokale Laser Scanning Mikroskopie für lange Holzzellstruktur-Chronologien

Die Studie von holzanatomischen Merkmalen in Baumringen hat sich in den letzten Jahren in paläoklimatischer Hinsicht als nützlich erwiesen. Intra-annuelle Strukturen haben das Potenzial zusätzliche klimatische Informationen bereitzustellen.

Während die meisten quantitativen holzanatomischen Studien an großporigem Angiospermenholz durchgeführt wurden, sind vergleichbare Studien an Koniferenholz weit weniger verbreitet. Diese Studien haben eine enge Beziehung zwischen Zellstrukturen und saisonalen Klimabedingungen hervorgehoben. Daher scheint die Hauptursache für den Mangel an solchen Studien nicht das Fehlen von Umwelt-Signalen in den Zellstruktur-Messungen zu sein, sondern die Schwierigkeit der Entwicklung langer Reihen von Zellstruktur-Messungen an Koniferen mit den üblichen Standard-Methoden der quantitativen Holzanatomie. Messungen werden üblicherweise an aufwendig für die Lichtmikroskopie-Analyse hergestellten Dünnschnittpräparaten durchgeführt. Im Gegensatz dazu kann eine effiziente Zellstrukturmessung durchgeführt werden, wenn die Zellen groß genug sind, beispielsweise bei der Analyse von Frühholzgefäßen ringporiger Arten, wobei digitale Bilder von relativ kleiner Vergrößerung direkt von der Holzoberfläche mittels eines Flachbettscanners oder einer digitalen Kamera aufgenommen werden. Daher wäre es wünschenswert quantitative Holzanatomie direkt auf der Holzoberfläche von Bohrkernen von Nadelbäumen durchzuführen.

Deshalb ist im Sommer 2010 das Projekt "CLSM in der quantitativen Holzanatomie: ein neuer Methoden-Ansatz“, das vom China Scholarship Council und der deutschen Helmholtz-Gemeinschaft finanziert wird, am GFZ initiiert worden, um eine neuartige Anwendung der konfokalen Laser-Scanning-Mikroskopie zu entwickeln. Diese wird dann in der Lage sein mit weniger Aufwand direkt von Nadelholzoberflächen hochauflösende und kontrastreiche Fotos der Holzstrukturen zu liefern, die dann für die Herstellung langer und genauer Chronologien genutzt werden.

Kontakt

Ingo Heinrich
Wissenschaftler
Dr. Ingo Heinrich
Klimadynamik und Landschaftsentwicklung
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