EuFloLoss

Large-Scale European Flooding under Climate Change: Meteorological and Hydrological Conditions Translated to Economic Loss (EuFloLoss) - Großräumige Hochwasserereignisse in Europa unter dem Klimawandel: Übertragung meteorologischer und hydrologischer Zustände in wirtschaftlichen Hochwasserschaden

EuFloLoss ist eine Projektkooperation der Sektion Hydrologie des GFZ und dem Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin. Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer Methode am Beispiel der Elbe, welche die gesamte Hochwasserrisiko-Kette vom hochwasserauslösenden meteorologischen Ereignis, über die Abflussbildung im Einzugsgebiet und das Abflussrouting, bis hin zur Hochwasserschadensberechnung durchläuft. Dabei bezieht EuFloLoss sowohl die meteorologischen als auch die hydrologischen Gesichtspunkte in die Berechnung des Hochwasserschadensrisikos unter heutigen und zukünftigen Klimabedingungen mit ein.

Die zentrale Idee ist die Klassifikation meteorologischer und hydrologischer Zustände, die zu einem Hochwasser führen. Die Klassifikation der großräumigen atmosphärischen Zirkulationsmuster wird vom Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin durchgeführt. Unser Fokus liegt auf der Klassifikation der hydrologischen Anfangsbedingungen (Vorbedingungen). Hierfür werden verschiedene Indikatoren hydrologischer Vorbedingungen durch die Anwendung eines Niederschlag-Abfluss-Modells ermittelt. Für jede Kombination meteorologischer und hydrologischer Zustände werden die Hochwasser-Überschreitungswahrscheinlichkeiten ermittelt, welche als Basis für eine Hochwasser-Risikoabschätzung dienen.

Für die Ausweisung der Überschwemmungsflächen wird ein hydraulisches Modell entwickelt und mit dem hydrologischen Modell gekoppelt. Die Schadenschätzungen für Privathauhalte und den Wirtschaftssektor basieren auf den FLEMO Modellen, welche unlängst am GFZ entwickelt wurden.

Unter Verwendung von Klimaszenarien und regionalen Downscaling-Verfahren wird in gleicher Weise die Berechnung des zukünftigen wirtschaftlichen Hochwasserschadensrisikos durchgeführt.

Die Berechnung des Hochwasserschadensrisikos durch die Kombination von Auftretens-Wahrscheinlichkeiten bzw. Widerkehrintervallen der dazugehörigen hydrologischen und meteorologischen Zustände wird zu einem besseren Verständnis des Hochwasserrisikos auf regionaler Ebene, sowie zur verbesserten quantitativen Ermittlung des Hochwasserschadensrisikos sowohl unter heutigen, als auch unter zukünftigen Klimabedingungen beitragen.

Projektpartner:

Institut für Meteorologie, Freie Universität Berlin, Deutschland 

Förderung:

AXA Research Fund

Kontakt

Bruno Merz
Leitung
Prof. Dr. Bruno Merz
Hydrologie
Telegrafenberg
Gebäude C 4, Raum 2.14
14473 Potsdam
+49 331 288-1500
Zum Profil