Kristallisationspfade von Struvit

In einer Welt der ständig wachsenden Wirtschaft und Weltbevölkerung spielen die Rückgewinnung und Immobilisierung von Nährstoffen und Schwermetallen aus kommunalen, landwirtschaftlichen und industriellen Abwässerströmen eine immer wichtigere Rolle für den Erhalt begrenzter natürlicher Ressourcen und die Vermeidung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen. Eines unserer aktuellen Projekte in diesem Themenbereich erforscht die homogenen und heterogenen Kristallisationspfade von Struvit (MgNH4PO4 · 6H2O) – einem der primären Magnesiumphosphate, die aus Abwässern gewonnen werden können. Ein klarer Vorteil von Struvit ist, dass es als Langzeitdünger verwendet werden kann, der gleich drei Hauptpflanzennährstoffe - Stickstoff (N), Phosphor (P) und Magnesium (Mg) - in seiner kristallinen Struktur vereint. Im Labor synthetisieren wir Struvit-Kristalle unter verschiedenen umweltrelevanten Bedingungen und verfolgen alle Kristallisationsschritte von den frühesten Keimbildungsstadien bis hin zum fertigen Kristall mithilfe verschiedener in situ Bildgebungs-, Spektroskopie- und Röntgenstreuungsmethoden (z.B. LC-TEM, Raman Spektroskopie, SAXS/WAXS). Mit den Forschungsergebnissen soll ein grundlegendes Verständnisses der Struvit-Kristallisationspfade geschaffen werden, welches letztendlich bei der Entwicklung von effizienteren P- und N-Rückgewinnungssystemen behilflich sein kann

 

 

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