GETRIS (Geodesy and Time Reference in Space)

Seit 2011 ist das GFZ in der GETRIS (Geodesy and Time Reference in Space) Studie der ESA tätig. Das GETRIS-Konzept hat die Realisierung einer geostationären Referenz für Geodäsie und Zeitanwendungen im Weltraum und am Boden zum Ziel. Das aus mehreren geostationären Satelliten (GEO) bestehende Raumsegment ist dabei mit präzisen Uhren ausgerüstet und liefert die Zeitübertragung sowie das Ranging zu auf niedrigen Erdbahnen fliegenden Satelliten (LEO) und zu Bodenstationen. Eines der Ziele der Studie ist die Untersuchung möglicher Verbesserungen der präzisen Bahnephemeriden der LEO-Satelliten und die Reduzierung systematischer Offsets zwischen derzeitigen Beobachtungsverfahren (z.B. GNSS, VLBI, SLR, oder DORIS). Ein weiteres Ziel, das vom GFZ bearbeitet wird, ist die Untersuchung von möglichen Verbesserungen bei der Erdschwerefeldbestimmung durch die Hinzunahme von präzisen GEO-LEO Entfernungsbeobachtungen zur nominellen GRACE-Konfiguration.

Zwei neue Beobachtungstechniken werden in dieser Studie untersucht: a) die VLBI Beobachtungen abgeleitet aus abgestrahlten Beacon-Signalen von GEO-Satelliten und b) die Nutzung von Laser Communication Terminals für Ranging und Zeitübertragung.

Die anderen beteiligten Institute im Projekt sind TimeTech GmbH (Führung), Stuttgart, die Technische Universität München (TUM), das Institut für Geodäsie und Geoinformation (IGG), Bonn, und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig.