Langzeit-Korrosionsuntersuchungen und -Monitoring in salinarem Thermalwasser

Korrosionsprozesse können die für eine wirtschaftliche Energiebereitstellung notwendige kontinuierliche Förderung von Thermalwasser entscheidend einschränken. Ein umfassendes Verständnis sämtlicher potentiell stattfindender Korrosionsprozesse ist daher Voraussetzung für einen planungssicheren Aufbau und Betrieb geothermischer Anlagen. Zu diesem Zweck werden umfassende Untersuchungen zur Material- und Fluidqualifizierung durchgeführt. In vorausgehenden Projekten wurden bereits präventive, aktive und passive Verfahren des Korrosionsschutzes an einfachen, hochfesten C-Stählen, Nickelbasislegierungen und Titanlegierungen unter den Anforderungen in geothermischen Anlagen getestet. Im Rahmen der aktuellen Untersuchungen wird das aus den vorausgehenden Projekten erarbeitete Wissen von der Laborskala in die Feldskala bzw. in die industrielle Anwendung übertragen. Als In-situ Labor für betriebsnahe Untersuchungen steht dem GFZ dafür der Geothermiestandort Groß Schönebeck zur Verfügung. In zusätzlichen Laborexperimenten sollen die Auswirkungen von Fluiden unterschiedlicher Zusammensetzung auf die Korrosion an unterschiedlichen Materialien untersucht werden.