Sektion 6.2: Geothermische Energiesysteme

Bei der Nutzung von Aquiferen zur Speicherung thermischer Energie wird die thermische Speicherfähgigkeit des Grundwasser sowie des wasserführenden Gesteins genutzt. Hierbei kann sowohl Wärme als auch Kälte gespeichert werden. Die Speicherkapazität eines Aquiferspeichers ist groß im Vergleich zu anderen thermischen Speichern, da eine große Speichermasse vorhanden ist. Aquiferspeicher werden aus diesem Grund meist als saisonale Speicher oder Langzeitspeicher eingesetzt.

In weiterführenden Untersuchungen an der Forschungsplattform Groß Schönebeck soll gezeigt werden, ob das geothermische Potential des Norddeutschen Beckens (NDB) mit dem Konzept einer rissdominierten Erschließung tiefer geothermischer Reservoire im Rotliegend für die Stromerzeugung genutzt werden kann.

Ziel des Projektes ist die Demonstration verschiedener Stimulationsverfahren für eine ökonomische Nutzung gering-durchlässiger geothermischer Reservoire.

Im Projekt SURE soll die Technologie des "Radial Water Jet Drillings" zur Stimulation gering produktiver geothermischer Bohrungen untersucht werden. Das Bohrverfahren setzt einen fokussierten Wasserstrahl ein um, ausgehend von einer existierenden Bohrung, höher permeable Bereich wie beispielsweise Störungszonen im Umfeld der Bohrung anzuschließen. Hierzu können Bereich in einem Abstand von bis zu 100 m erbohrt werden.

Die sichere und effiziente Bereitstellung geothermischer Energie aus Hochtemperaturlagerstätten setzt einen Einsatz von speziellen Komponenten bei der Erstellung einer Bohrung voraus. Im Projekt GeoWell sollen daher spezielle Verrohrungsmateriale, Bohrlochzemente sowie Überwachungsmethoden für Hochtemperaturbohrungen untersucht werden.

Das Projekt GEMex ist eine Kooperation zwischen einem europäischen Konsortium (24 Partner) und einem mexikanischen Konsortium (9 Partner). Im Mittelpunkt von GEMex steht die Erkundung, Charakterisierung und Bewertung zweier geothermaler Systeme im trans-mexikanischen Vulkangürtel. Darüber hinaus werden im Rahmen des Projektes Konzepte für die Standortentwicklung entstehen. GEMex wird vom GFZ koordiniert.

IMAGE (Integrated Methods for Advanced Geothermal Exploration) is a European project involving 20 partners from 9 different countries. Goal of the project is to develop an integrated geothermal exploration approach based on state-of-the-art scientific methods.

Das ICGR und indonesische Partnerinstitutionen bündeln ihr Wissen bei der Entwicklung eines ORC-Demonstrationskraftwerkes in Indonesien.

In diesem Projekt soll im Oman demonstriert werden, wie Wärme aus erneuerbaren Quellen und bei Nutzung des Untergrundes, effizient zur Kühlung genutzt werden kann.

Das Ziel des Projektes ist, durch die gravimetrische Beobachtung von Massenverlagerungen in einem der größten indonesischen Geothermiefelder grundlegende Prozesse in geothermischen Reservoiren besser zu verstehen und zu quantifizieren.

Das "Zwanzig20-Forum Wärmewende" entwickelt als Beitrag zur Energiewende Strategien und Handlungsoptionen für die Implementierung regenerativer Wärme.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Pilotanlage zur Messung thermischer Gesteinseigenschaften unter in-situ Bedingungen (Druck, Temperatur, Sättigung).

Bei der Nutzung von Aquiferen zur Speicherung thermischer Energie wird die thermische Speicherfähgigkeit des Grundwasser sowie des wasserführenden Gesteins genutzt. Hierbei kann sowohl Wärme als auch Kälte gespeichert werden. Die Speicherkapazität eines Aquiferspeichers ist groß im Vergleich zu anderen thermischen Speichern, da eine große Speichermasse vorhanden ist. Aquiferspeicher werden aus diesem Grund meist als saisonale Speicher oder Langzeitspeicher eingesetzt.

Das Vorhaben hat die Zielsetzung, die Erkundung und Charakterisierung von Störungszonen in Geothermalsystemen zu optimieren. Dazu werden in Neuseeland verschiedene Techniken von Gasmessungen an der Erdoberfläche zum Einsatz kommen, die bisher hauptsächlich zum Vulkan- und Umweltmonitoring verwendet werden.

Im Rahmen von CO2CARE werden Aspekte der CCS-Technologie (Carbon Capture and Storage) untersucht, die im Zusammenhang mit der Stilllegung von Kohlendioxidspeichern stehen.

In diesem Verbundprojekt werden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am Pilotstandort Ketzin zur geologischen Speicherung von CO2 durchgeführt. Im Fokus stehen die Erweiterung des Prozessverständnisses und die Überwachung bei der CO2-Speicherung.

Ernst Huenges
Leitung
Prof. Dr. Ernst Huenges
Geothermische Energiesysteme
Telegrafenberg
Gebäude A 69 , Raum 216
14473 Potsdam
+49 331 288-1440
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