Variation der Erdrotation

Augenscheinlich scheint die Erdrotation von den Prozessen an der Kern-Mantel-Grenze unbeinflusst zu sein. Aber die Resultate detailierter Analysen erlauben es dekadische Änderungen der Erdrotation mit den Fließbewegungen an der Kernoberfläche zu verknüpfen. In der Tat konnte der Nachweis geführt werden, dass durch die elektro-magnetische Kopplung von Kern und Mantel es zu einer Übertragung des Drehimpulses vom Kern zum Mantel kommt. Änderungen der Fließbewegung im Außenkern können somit die Erdrotation mittelfristig, d.h, zehnjährig bis hin zu einigen Dekaden beeinflussen. Aber auch kurzeitige Fluktuationen, die in Zusammenhang mit geomagnetischen Jerks stehen, werden beobachtet.

Beobachtete Änderung der Tageslänge
Beobachtete Änderung der Tageslänge: Die Änderungen durch Gezeitenreibung und anderer oberflächennaher Prozesse wurden herausgerechnet. Die anderen Kurven zeigen die Vorhersagen bestimmter Fluidbewegungen im Außenkern.

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Claudia Stolle
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Prof. Dr. Claudia Stolle
Geomagnetismus
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