Sektion 1.5: Geoinformatik

Den Geowissenschaften steht heute eine vielfältige und stetig wachsende Datenmenge für die Erforschung des Systems Erde zur Verfügung. Dazu gehören Messdaten aus leistungsfähigen Sensornetzen und Satellitenmissionen, Daten aus Experimenten und Geoarchiven sowie Daten, die von Simulationsmodellen erzeugt werden. Das Zusammenführen von Daten aus verschiedenen Datenquellen und die Analyse umfangreicher, mehrdimensionaler und teilweise unsicherer Daten stellen große Herausforderungen dar.

Hier setzt die Forschung der Sektion Geoinformatik am Deutschen GeoForschungsZentrum an. Im Schnittbereich von Informatik und Geowissenschaften entwickelt die Sektion Verfahren und Werkzeuge, die Geowissenschaftler bei der Auswertung der vielfältigen Daten unterstützen. Die Forschung basiert auf der Idee von „Data Science“, bei der zur Wissensextraktion aus Daten Methoden und Konzepte verschiedener Disziplinen kombiniert und für die jeweilige Fragestellung angepasst bzw. weiterentwickelt werden. Herangezogen werden Verfahren aus den Bereichen der visuellen Datenexploration und Data Mining sowie Verfahren aus den jeweiligen geowissenschaftlichen Fachdisziplinen.

Mit unseren Entwicklungen unterstützen wir Geowissenschaftler dabei, vielfältige Fragen zu beantworten. Beispiele dafür sind: Stimmen Ergebnisse aus Simulationsmodellen und Referenzdaten räumlich und zeitlich überein? Welche Beziehungen bestehen zwischen Eingabeparametern und Ergebnissen verschiedener Simulationsläufe? Wie können Informationen aus Sozialen Medien, wie z.B. Twitter, die von der Bevölkerung bereitgestellt werden, für die schnelle Schadenabschätzung nach Naturkatastrophen genutzt werden?

2018: Die AHK Kanada (the Canadian German Chamber of Industry & Commerce) lädt Herrn Dr. Mike Sips  als deutschen Experten für eine Konferenz zu Big Data, Künstlicher Intelligenz und Cybersecurity nach Ottawa, Kanada, ein. Die Konferenz stellt neueste Entwicklungen aus Deutschland vor, von kanadischer Seite nehmen ca. 100 Fachexperten teil. Ergänzt wird die Konferenz durch ein einwöchiges Rahmenprogramm mit Treffen und Besichtigungen von Unternehmen, Start-ups, Universitäten, Inkubatoren, der Regierung und anderen relevanten Institutionen, die im Bereich Big Data & Cybersecurity tätig sind. Organisiert wird die Veranstaltung im Rahmen des  Transatlantischen Dialogs,  einer Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der AHK Kanada.

2017: Patrick Köthur erhält den Publikumspreis „Beste Präsentation“ für seinen Beitrag 'Visual Analytics for Detection and Assessment of Process-Related Patterns in Geoscientific Spatiotemporal Data'. Der Preis wurde ihm verliehen bei der Münchner GI-Runde 2017 des Runden Tisches GIS e.V. , die am 20. Februar 2017 an der TU München stattfand.

2016: Unser Big Data Projekt GeoMultiSens ist für den Bitkom, Smart Data Forum, und Germany Trade & Invest Report “Germany – Excellence in Big Data” ausgewählt worden. Der Report präsentiert einem internationalen Publikum Forschungsschwerpunkte von mehr als 30 wissenschaftlichen Organisationen, sowie Projekte, Produkte und Strategien von über 60 Technologieanbietern und 40 Anwendern von BigData.

2014: Frau Prof. Dr. Doris Dransch wurde als nationale Delegierte von DFG und BMBF in die Arbeitsgruppe "Scientific e-Infastructure and Data Management" des Belmont-Forum entsandt. Das Belmont Forum ist eine Gruppe von 14 nationalen Forschungsfördereinrichtungen und internationalen Forschungsorganisationen ( z.B. International Council for Science), die Forschungsaktivitäten zu Globalem Wandel im Umweltbereich koordinieren und befördern.

2013: Best Paper Auswahl. Unser Paper "Lee, S.; Sips, M.; Seidel, H.-P.: "Perceptually-Driven Visibility Optimization for Categorical Data Visualization" wurde von den Editoren des Journals TRANSACTIONS ON VISUALIZATION AND COMPUTER GRAPHICS als eins der vier besten des Jahrgangs 2013 ausgewählt und für die Präsentation auf der internationalen Konferenz IEEE Visualization 2013 vorgeschlagen.

2012: Top 10 Paper bei der IEEE VAST Conference on Visiual Analytics Science and Technology, ausgewählt aus 104 Beiträgen. Mike Sips, Patrick Köthur, Andrea Unger, Hans-Christian Hege, Doris Dransch, “A Visual Analytics Approach to Multiscale Exploration of Environmental Time Series”. In: IEEE Transactions on Visualization and Computer Graphics, Volume 18, Issue 12, 2012

2011: Editor’s Choice 2011 des International Journal of Digital Earth. Doris Dransch, Henry Rotzoll und Kathrin Poser, “The contribution of maps to the challenges of risk communication to the public”, International Journal of Digital Earth, Volume 3, Issue 3, 2010

2010: Bestes Poster. Sören Haubrock, „Informationsintegration für den Notfall. Konzepte & Anwendungen für das Risikomanagement von Naturgefahren“, 10. Forum Katastrophenvorsorge

2008: Frau Prof. Dr. Doris Dransch wird in den wissenschaftlichen Beirat  der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Forschungsbereich Geographische  Informationswissenschaft berufen und zur Vorsitzenden gewählt.

2008: Bestes Paper. Kathrin Poser, “Humans as Sensors: Assessing the quality of information from the public for rapid flood loss estimation”, GI-Days, Münster, 16.-18. Juni 2008.

Kontakt

Doris Dransch
Sektionsleiterin
Prof. Dr. Doris Dransch
Geoinformatik
Telegrafenberg
Gebäude A 20, Raum 308
14473 Potsdam
+49 331 288-1535
Zum Profil

Assistenz

Dana Felski
Dana Felski
Geoinformatik
Telegrafenberg
Gebäude A 20, Raum 312
14473 Potsdam
+49 331 288-1731
Zum Profil