Thermische Untergrundspeicher in Energiesystemen: Optimierung der Einbindung der Aquiferspeicher in die Wärme- und Kälteversorgung der Parlamentsbauten im Berliner Spreebogen

Abnehmerbedarf, Systemkomponenten der Energieerzeugung und -verteilung und insbesondere die Aquiferspeicher sind durch unterschiedliches zeitliches Verhalten charakterisiert, so dass in der Gesamtanlage oftmals Konflikte zwischen deren optimaler Fahrweise sowie den in der Regel trägen Aquiferspeichern auftreten können. Ziel des Vorhabens ist es, Methoden zur Optimierung des Einsatzes der Einzelkomponenten und der Betriebsweise der Gesamtanlage zu erarbeiten. Aus diesen Ergebnissen sollen Konzepte für zukünftige Energieversorgungsanlagen mit Aquiferspeichern entwickelt werden. 

Auf ersten Blick unabhängig von der energetischen Optimierung, aber für einen energetisch befriedigenden Betrieb und insbesondere die Anlagenlebensdauer ebenso wichtig ist es, die Speicher im Aquifer genau durch ein Monitoring-Programm in seinen chemischen und mikrobiologischen Parametern zu beobachten. Durch dieses Monitoring werden ggf. auftretende Veränderungen im Aquifer durch die Wärmespeicherung im Auge behalten und die Umweltfreundlichkeit des Verfahrens in dieser Hinsicht dokumentiert. Darüber hinaus kann durch die begleitende chemische Analytik Wartungsbedarf in der Anlage bereits im Vorfeld erkannt werden.

Die Versorgung der deutschen Parlamentsbauten in Berlin mit Strom, Wärme und Kälte erfolgt mit einem in seiner Art einzigartigen Energieversorgungssystem. Wärme und Kälte aus der Umwelt bzw. aus der Kraft-Wärme-Kopplung werden in diesem System auch zu Zeiten bereitgehalten, zu denen diese Energien im Gesamtsystem gerade nicht auf direktem Wege zur Verfügung stehen. Dazu wurden saisonale Wärme- und Kältespeicher in wasserführenden Schichten (Aquifere) unterhalb des Platzes der Republik vor dem Reichstagsgebäude eingerichtet und in Betrieb genommen.

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