Zeppelingestützte GNSS-Fernerkundung über dem Bodensee

Zwischen Oktober 2010 und Mai 2014 wurden unter Leitung des GFZ in Kooperation mit DLR und Zeppelin Luftschifftechnik (ZLT) zwei Flugkampagnen zur GNSS-Reflektometrie mit einem Zeppelin-NT-Luftschiff in der Bodenseeregion um Friedrichshafen durchgeführt. Wesentliches Ziel war die Erweiterung der bodengestützten Experimente hin zu bewegten Empfängerplattformen, um die räumliche Abdeckung der abgeleiteten GNSS-Fernerkundungsdaten zu erhöhen. Mit den Zeppelin-Messungen konnte auch die Reflektometrie-Ausrüstung des nachfolgenden Flugexperimentes auf dem deutschen Forschungsflugzeug HALO getestet werden. Zusätzlich sind die Flugexperimente auch ein wichtiger Schritt für den späteren Einsatz der GNSS-Reflektometrie auf Satelliten.

Der Zeppelin ist eine langsam fliegende Plattform (<100 km/h) und verfügt über eine hohe Manövrierbarkeit. Dadurch war es möglich, gezielt Höhenanomalien auf dem relativ kleinen Bodensee anzufliegen. Dopplerbasiert kann die absolute Höhe des Seespiegels geschätzt werden.

Der Zeppelin ist eine langsam fliegende Plattform (<100 km/h) und verfügt über eine hohe Manövrierbarkeit. Dadurch war es möglich, gezielt Höhenanomalien auf dem relativ kleinen Bodensee anzufliegen. Dopplerbasiert kann die absolute Höhe des Seespiegels geschätzt werden [1]. Die Trägerphase und Referenzhöhen aus Pegelmessungen erlauben Anomalien des Geoids aufzulösen siehe Abb. 2 und [2].

Referenzen

[1] Semmling, A. M.; Wickert, J.; Schön, S.; Stosius, R.; Gerber, T.; Markgraf, M.; Ge, M. & Beyerle, G. A zeppelin experiment to study airborne altimetry using specular Global Navigation Satellite System reflections, Radio Science, 2013, 48, 427–440, 2013.

[2] Semmling, A. M.; Beyerle, G.; Beckheinrich, J.; Ge, M. & Wickert, J.
Airborne GNSS Reflectometry using Crossover Reference Points for Carrier Phase Altimetry
Proceedings of IEEE International Geoscience and Remote Sensing Symposium (IGARSS), Quebec City (QC), Canada, IEEE, 2014, 3786-3789

 

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