Helmholtz-Zentrum Deutsches Geoforschungszentrum

FeMoPhys - Entwicklung eines fernerkundungsbasierten Monitoringverfahrens auf Grundlage einer physiologisch fundierten Vitalitätsbewertung von Hauptbaumarten in Mischbeständen

Zuwendungsgeber: Waldklimafonds mit Mitteln des BMEL und des BMUV
Förderkennzeichen: 2220WK80A4
Projektträger: Fachagentur nachwachsende Rohstoffe - FNR
Förderzeitraum: 01.09.2022 – 30.04.2027
Projektpartner:

  • Landesbetrieb Forst Brandenburg – Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE)
  • Technische Universität Berlin – Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung: Fachgebiet für Geoinformation in der Umweltplanung
  • LUP – Luftbild Umwelt Planung GmbH
  • Landesforst Mecklenburg-Vorpommern Anstalt des öffentlichen Rechts – Betriebsteil Forstplanung, Versuchswesen, Forstliche Informationssysteme
  • Universität Greifswald – Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät – Biologie – Institut für Botanik und Landschaftsökologie – Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik

Im Zuge des Klimawandels steigt der Informationsbedarf zur Vitalitätsentwicklung von Wäldern. Da detaillierte Informationen häufig fehlen, sind die zahlreich verbreiteten Abschätzungen hierzu widersprüchlich und spekulativ. Die forstliche Fernerkundung kann diese Informationslücke schließen. Mit der Verbesserung der Bildauflösung, neuesten Sensoren und Kameras (z.B. hyperspektral), dem kostengünstigen Einsatz von eigenen Fluggeräten (z.B. Drohnen) steigen die Einsatzmöglichkeiten von Fernerkundungsverfahren für die Vitalitätsbewertung von Gehölzen. Gleichzeitig kann die Gehölzphysiologie durch teilautomatisierte Laborverfahren mit relativ hohen Probendurchsätzen Pflanzeninhaltsstoffen mit einem hohen Indikatorwert für die Bewertung von Vitalitäts- resp. Stresszuständen für eine Vielzahl von Baumarten ermitteln.

Vor diesem Hintergrund soll mit dem Projekt „Fernerkundungsbasiertes Monitoringverfahren auf Grundlage einer physiologisch fundierten Vitalitätsbewertung von Hauptbaumarten in Mischbeständen“ (FeMoPhys; 2022 – 2027) eine Brücke zwischen den modernen Möglichkeiten der forstlichen Fernerkundung und Gehölzphysiologie geschlagen werden. Das Vorhaben wird am GFZ Forschungsstandort im Raum Demmin (Mecklenburg Vorpommern) umgesetzt. Ein hier im Wald installierter 45 m hoher Drehkran bietet einzigartige Möglichkeiten für diesen Forschungsansatz.  Der dreidimensionale Kronenraum eines Altbaumbestandes (Buche, Eiche, Lärche, Douglasie und Fichte) ist kontinuierlich über den Drehkran zugänglich und steht für diverse Probennahmen und Messungen im Kronenraum vieler Baumindividuen dieser Arten bei unterschiedlichen Vitalitätszuständen zur Verfügung. Physiologische Stressmarker der Kronenblätter, Wachstumssignale von Krone, Stamm und Wurzeln sowie ein engmaschiges Probenahmeraster mit Fernerkundungssensoren (Drohne, Satellit) werden in Zusammenarbeit mit Kollegen aus den kooperierenden Forschungseinrichtungen analysiert. Das Ziel ist ein besseres Verständnis von Stress und Stresssignalen in den Bäumen und in den Fernerkundungsdaten.

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