AgriSens DEMMIN 4.0 – Fernerkundungstechnologien für die Digitalisierung im Pflanzenbau

Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Förderkennzeichen: 28DE114A18
Projektträger: Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft
Projektkoordinator: GFZ Potsdam
Förderzeitraum: 03.2020 - 02.2023
Projektpartner:  Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) der Standort Neustrelitz, Oberpfaffenhofen und Jena I Forschungszentrum für landwirtschaftliche Fernerkundung des Julius Kühn-Instituts (FLF-JKI) aus Braunschweig I Deutscher Wetterdienst (DWD) I Hochschule Neubrandenburg (HS-NB) I Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg (MLU) I Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) I Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU)

Digitalisierung in der Landwirtschaft

Geodaten, speziell die Daten von Fernerkundungssensoren auf Satelliten, Flugzeugen und Drohnen können es landwirtschaftlichen Betrieben zukünftig ermöglichen, ihre Produktivität zu steigern und gleichzeitig Umwelt zu schützen und Biodiversität zu fördern. Zur Erprobung entsprechender Technologien startet mit AgriSens DEMMIN 4.0 (Fernerkundungstechnologien für die Digitalisierung im Pflanzenbau) ein regionales, digitales Experimentierfeld in Mecklenburg-Vorpommern, nahe der Stadt Demmin, etwa 220 Kilometer nördlich von Berlin. Neben dem Kerngebiet im Raum Demmin umfasst das Experimentierfeld weitere Teststandorte in Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Im Fokus von AgriSens DEMMIN 4.0 steht Anwendungsfälle von Fernerkundungsdaten Satelliten- und UAV- gestützter Systeme für konkrete Fragen des Pflanzenbaus genau zu definieren und zu beantworten, z.B. Ernteerträge abzuschätzen, Minderertragsflächen zu erfassen und den Bewässerungsbedarf zu ermitteln. Wir analysieren den Stand der Nutzung von Geoinformationsdaten in der Landwirtschaft, und konzipieren die Umsetzung von Anwendungsbeispielen basierend auf Neu- und Weiterentwicklung methodischer Grundlagen. Das Projekt zielt darauf, Landwirten Datensätze zur Verfügung stellen zu können, aus denen sie die für ihre Arbeit wichtigen Informationen beziehen können. Diese Informationen dienen als Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen wie Düngung, Aussaat, Bewässerung, oder Bodenbearbeitung. Aktuell ist die Hürde, diese Daten zu nutzen, für viele Landwirte leider viel zu hoch. Das betrifft vor allem den Zugang zu den Daten, die Nutzung in einer Fülle von Softwarelösungen und unübersichtlichen Angeboten des Marktes. Hier möchten wir niedrigschwellige Lösungen und Geodaten Know How für Landwirte anbieten.

Das GFZ Potsdam leitet im Projekt das AP 2 des Daten-Innovationspools und fokussiert sich dabei auf die Fusion von Satellitendaten unterschiedlicher Sensoren für landwirtschaftliche Fragestellungen und erarbeitet gemeinsam mit der MLU Halle-Wittenberg den Anwendungsfall 4 zur Optimierung von teilflächenspezifischer Bewässerungssteuerung durch Fernerkundungsdatenintegration.

AgriSens DEMMIN 4.0 wird durch das GFZ koordiniert. Dr. Daniel Spengler fungiert als Sprecher des Experimentierfeldes und vertritt dieses zudem im BMEL Kompetenznetzwerk „Digitalisierung in der Landwirtschaft“.

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