Zu regionalen und standortspezifischen Bodenbewegungsmodellen

Die Bewertung möglicher Bodenerschütterungen ist ein Hauptbestandteil der Bewertung von seismischen Gefahren. Das exponentielle Wachstum verfügbarer seismologischer Daten wurde genutzt, um regionale und ortsspezifische Bodenerschüttungsmodelle (GSM) zu verbessern. Wir entwickelten ein physikbasiertes und datengesteuertes GSM mit Fokus auf urbane Gebiete und stabile kontinentale Regionen (Bindi et al. 2014; Kotha et al. 2016; Drouet & Cotton 2015), sowohl für normative Zwecke als auch für standortspezifische Studien. Die Entwicklungen umfassen Hochfrequenzdämpfung, Bodenbewegungsvariabilität und epistemische Unsicherheitsanalysen. Ein spezifischer Fokus in unseren standortspezifischen Studien war die lokale Schütterverstärkung der Oberflächenschichten (Ktenidou et al. 2015), die Oberflächentopographie und die Boden-Struktur-Interaktion einschließlich der rückgestreuten Energie von Gebäuden. Wir haben neue Methoden entwickelt, um die Effekte der Standortverstärkung in Echtzeit zu prognostizieren (Pilz & Parolai 2016).