Sektion 2.6: Erdbebengefährdung und dynamische Risiken

Infrastruktur

Gebäudebasiertes Überwachungsnetzwerk

Durch das GFZ wurden verschiedene gebäudebasierte seismische Überwachungsnetzwerke für die seismische Frühwarnung und den Schnelleingriff vor Ort installiert. Sie nutzen eine fortschrittliche Sensorplattform, die eine Eigenentwicklung des GFZ ist (SOSEWIN, Fleming et al. 2009).

Die folgenden kleinteiligen Überwachungsnetzwerke sind aktuell angeschlossen:

  •  Thessaloniki, Griechenland: AHEPA Krankenhaus und Hafengebiet. Die Installationen wurden im Rahmen des EU-FP7 Projekts REAKT in Zusammenarbeit mit ITSAK ausgeführt.
  • Neapel, Italien: eine Schule im Gebiet des Vesuvs, in Zusammenarbeit mit der Universität von Neapel.
  • Crevalcore, Italien: ein Industriegebäude wird überwacht. Die Installation der Sensorenwurde uim Rahmen des REALT-Projektes dürchgeführt.
  • Istanbul, Türkei: ein Hochhaus.
  • Bishkek, Kirgisistan: 8 Gebäude wurden im Rahmen der GCO-Central Asia Initiative und in Zusammenarbeit mit lokalen Forschungsinstituten (CAIAG, INTUIT, KIS) instrumentalisiert.

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ACROSS

Im Rahmen des Projects Advanced Remote Sensing – Ground Truth Demo and Test Facilities (ACROSS) wird die Installation eines permanenten Echtzeitstarkbebennetzes in mehreren Staaten Zentralasiens angestrebt. Es sollen rund 30 Starkbebenstationen eingerichtet werden, darüberhinaus soll das Netzwerk noch durch mehrere vertikale Bohrlochinstallationen ergänzt werden. Nach einer ausreichenden Testphase kann das Netzwerk als das Rückgrat eines regionalen Frühwarnsystems dienen. Die Koordination der Installation findet durch die Arbeitsgruppe  "Frühwarnung und Schadensabschätzung" in enger Zusammenarbeit mit dem Zentralasiatischen Institut für Angewandte Geowissenschaften in Bischkek, Kirgisistan, statt.