Titan-Autoklav mit Abzapfvorrichtung für unmischbare Fluide

Der großvoluminöse Ti-Autoklav mit einem Gesamtvolumen von 500 cm3 und einem Probenvolumen von etwa 0.2 % des Gesamtvolumens ermöglicht die nahezu isobare Probenentnahme von koexistierenden Fluid-Gas Paaren. Prinzipiell erfolgen die Experimente entlang von Isothermen bei verschiedenen Drücken. Dazu wählt man, je nach Fluidzusammensetzung, zu Versuchsbeginn Bedingungen im Einphasenfeld oberhalb des kritischen Drucks. Probenentnahme bewirkt Druckabfall und damit den Übergang in das Zweiphasenfeld. Nach Equilibrierung des Systems in horizontaler Position erfolgt die Probenentnahme anschließend in einer vertikalen Position durch Abzapfen von Fluid und Gas an den unten und oben angebrachten Vorrichtungen. Evakuierung des Systems ermöglicht eine neuerliche Probenentnahme bei geringerem Druck.

Druck:

Messung erfolgt online über einen Drucksensor mit einer Empfindlichkeit von etwa 0.5 mV/bar die, kalibriert mit dem Fluid-Gas-Gleichgewicht von reinem Wasser, einer Druck-Unsicherheit von ± 1bar entspricht.

Temperatur:

Heizung erfolgt über drei getrennt voneinander ansteuerbarer Öfen. Drei mit einer Ti-Kapillare geschützte Ni/CrNi-Thermoelemente, die an verschiedenen Stellen im Autoklaven positioniert sind, dienen zur Temperaturmessung. Der thermische Gradient innerhalb des Autoklaven ist < 1 °C.

Kontakt

Reiner Schulz
Ingenieur
Reiner Schulz
Chemie und Physik der Geomaterialien
Telegrafenberg
Gebäude D, Raum 328
14473 Potsdam
+49 331 288-1409
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