Sektion 7.5: Zentrum für GeoInformationsTechnologie

Themen

IT-Service-Plattform

Eine IT-Service-Plattform schafft Grundlagen und Konzepte, um satelliten-, luft- und bodengestützte Instrumentensysteme oder auch Labormesssysteme zu vernetzen. Sie bietet den Rahmen für die Intergration und übergreifende Nutzung existierender Instrumentensysteme, Rechner und Speicher. So können zum Beispiel Monitoring- oder Frühwarnsysteme entstehen.

Eine neue Generation von virtuellen Großinstrumenten wird eine Schlüsselrolle bei der Erforschung und Beantwortung komplexer Fragestellungen der Erdsystemforschung spielen. Die Infrastruktur am CeGIT ist komplementär und kompatibel zu nationalen, europäischen und globalen Infrastrukturinitiativen wie GDI-DE, INSPIRE oder GEOSS. Wir bieten Middlewaredienste, Sensor-Services, OGC-Webservices, Cloud-Services und Datenmanagement-Plattformen.

Umgang mit Forschungsdaten

In einem interdisziplinären Forschungsumfeld spielt der langfristige Zugang zu Daten und die Verfügbarkeit von Ergebnissen eine besondere Rolle. Bereits bei der Erfassung von Daten müssen geeignete Werkzeuge eingesetzt werden, um auch nach Ende eines Projektes den langfristiger Zugang zu Daten sicherzustellen. Hierbei bedarf es einer lückenlosen Wertschöpfungskette, von der Datenerfassung und -prozessierung bis hin zur Datenintegration und Modellierung. Wir bieten drei Lösungsansätze:

  • Digitale Langzeitarchivierung: Die Langzeitarchivierung von Daten ist keine einmalige und statische Aktivität. Der gesamte Lebenszyklus, von der Datengenerierung bis zur -archivierung muss abgebildet werden. Das CeGIT entwickelt, zusammen mit ExpertInnen anderer Forschungseinrichtungen, Museen, Bibliotheken und Archiven Lösungsansätze für die digitale Langzeiterhaltung von Forschungsdaten.
  • Virtuelle Forschungsumgebungen: Um eine Nachnutzung von Forschungsdaten in Gegenwart, Zukunft und über Disziplingrenzen hinweg zu ermöglichen, ist Interoperabilität eine der zentralen Anforderungen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist eine technische und organisatorische Basisinfrastruktur, die sich mit ihren Diensten in die Arbeitsumgebungen ganz verschiedener Fachdisziplinen integrieren kann. Lösungen können durch virtuelle Forschungsumgebungen und Grid-Infrastrukturen unterstützt werden. 
  • Portale und Kataloge: Viele Projekte werden in Verbünden an verteilten Standorten durchgeführt. Projektportale dienen hier der Darstellung der Projektziele und -ergebnisse und vermitteln zunehmend auch den Zugang zu Daten und Projektressourcen. Wichtige Komponenten sind Kataloge verfügbarer Daten und die Aufbereitung von Forschungsdaten für deren Veröffentlichung. Wir entwickeln Anwendungen, die Projekte dabei unterstützt, Forschungsdaten in Dateiform zu sammeln und zu beschreiben. 

Gremien und Arbeitsgruppen

Das CeGIT beteiligt sich an einer Reihe von nationalen und internationalen Arbeitsgruppen für die Entwicklung von IT-Standards und -Referenzarchitekturen, wie beispielsweise:

  • IEDA Policy Committee. Integrated Earth Data Applications (IEDA) ist ein Datenzentrum des Lamont-Doherty Earth Observatory der Columbia University, New York (NY). Das GFZ ist als internationaler Kooperationspartner vertreten.
  • Das GFZ ist Mitglied des Open Geospatial Consortiums (OGC) und unterstützt die Entwicklung und Verbreitung von Standards zur Realisierung interoperabler Komponenten von offenen Geodateninfrastrukturen. Die vom OGC spezifizierten Dienste sind wichtige Bestandteile der im CeGIT entwickelten Referenzarchitekturen. 
  • Helmholtz Open Access Projekt. Entsprechend der Mission der Helmholtz-Gemeinschaft, Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zu leisten, hat das Thema Open Access eine signifikante Bedeutung für die Helmholtz-Zentren.
    Einen Schwerpunkt der Aktivitäten nimmt das Themenfeld Forschungsdaten ein. Helmholtz-Zentren stellen sich der Herausforderung des zeitgemäßen Umgangs mit Forschungsdaten unter Berücksichtigung der Nachnutzung und der langfristigen Erhaltung. Das CeGIT beteiligt sich aktiv am Helmholtz-Arbeitskreis Open Access und unterstützt den offenen Zugang zu Forschungsdaten.