Internationale Wärmestromkonferenz und Workshop in Potsdam

Organisiert vom GFZ hat das "7th International Meeting on Heat Flow and the Thermal Structure of the Lithosphere" stattgefunden, inklusive Workshop zur globalen Wärmestrom-Datenbank.

Organisiert vom Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam GFZ fand das „7th International Meeting on Heat Flow and the Thermal Structure of the Lithosphere“ (Cermak7 Meeting) vom 20. bis 22. Juni in Potsdam statt.

Vor zwei Jahren hatte ein erster Versuch, die Konferenz auszurichten, wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie abgesagt werden müssen. Nun bot sie eine einzigartige Gelegenheit für Forschende, Studierende und Industrieexpert:innen aus der ganzen Welt, sich wieder persönlich zu treffen und die neuesten Ergebnisse und Entwicklungen bei der Bestimmung und Interpretation von Wärmeströmen, experimenteller Petrophysik, geothermischer Exploration und Lithosphärenstudien zu diskutieren. Für das Verständnis von Wärmetransportprozessen in diesen Forschungsbereichen ist der Wärmefluss ein wesentlicher Parameter. Mehr als 60 Forschende aus 19 Ländern nahmen an der Tagung teil. Sie ist die größte Fachkonferenz über Wärmeflussverfahren, -daten und deren Interpretation.

Workshop globale Wärmestrom-Datenbank

Im Anschluss an die zweitägige Konferenz kamen die Expert:innen noch zu einem eintägigen Workshop zusammen, um die globale Wärmestromdatenbank zu überarbeiten. Ein wichtiges Ergebnis des Workshops war die Fertigstellung eines Qualitätsschemas für die Zehntausenden von Daten, die in die globale Wärmeflussdatenbank aufgenommen wurden. Der Workshop baute auf einer Reihe von Online-Veranstaltungen auf, die seit November 2021 stattgefunden hatten.

Susanne Buiter, Wissenschaftliche Vorständin des GFZ und Eröffnungsrednerin der Konferenz:

„Das GFZ unterstützt die International Heat Flow Commission (IHFC) und das World Heat Flow Database Project, weil Daten unser Wissen über den Untergrund der Erde erweitern. Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig organisierte und konsistente Datenbanken dafür sind.“

Sven Fuchs, Verwalter der Globalen Wärmestromdatenbank und Vorsitzender des lokalen Organisationskomitees:

„Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Cermak7-Treffen zurück und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das sowohl die Wärmestrom-Community gestärkt als auch Pläne und Kooperationen für die nächsten Jahre festgelegt hat.“

Abendveranstaltung im Museum Barberini: Die Verbindung von Erdwissenschaft und Kunst

Während der Konferenz fand eine Abendveranstaltung im Museum Barberini statt, bei der Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini, das Publikum in die Visualisierung von Klima- und Wetterphänomenen in der impressionistischen Malerei einführte und damit Möglichkeiten der Verbindung von Erdwissenschaft und Kunst aufzeigte (Aktuelle Ausstellung: „Die Form der Freiheit“).


Organisation der Konferenz:

  • Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
  • International Heat Flow Commission (IHFC) of IASPEI/IUGG.
  • International Lithosphere Program (ILP) of IUGG/IUGS
  • Universität Potsdam

Weitere Unterstützung:

  • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • The International Union of Geodesy and Geophysics (IUGG)
  • Deutsche Geophysikalische Gesellschaft (DGG)
  • Thermtest / C3 Prozess und Analysentechnik
  • Bundesverband Geothermie
  • Geo.X

Weiterführende Links:

 

Wissenschaftlicher Kontakt:

Dr. Sven Fuchs
Arbeitsgruppenleiter in der Sektion 4.8 Geoenergie
Helmholtz-Zentrum Potsdam
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Telegrafenberg
14473 Potsdam
Tel.: +49 331 288-1713
E-Mail: sven.fuchs@gfz-potsdam.de

 

Weitere Meldungen

Politiker:innen informieren sich an Eisblock

Jubiläum 20 Jahre GRACE-Mission mit Gästen aus Politik, Industrie und Wissenschaft

Unsere Blumen zum Weltfrauentag

Portrait der GFZ Discovery Fund Fellows

GFZ Discovery Fund Fellows Frank Zwaan und Benjamin Schwarz starten Forschungsprojekte

Stellungnahme des GFZ-Vorstands zum Krieg gegen die Ukraine

Moor mit Vegetation

Blick zurück aus der Zukunft: Wie wird Deutschland kohlendioxid-neutral?

Humboldt-Stipendiatin Dr. Tatiana Savranskaia in der Sektion Geomagnetismus

zurückgestreutes Laserlicht

Wie kann man Tausende von Kilometer tief in die Erde schauen?

"Ich wünsche mir, dass sich junge Menschen in den Suchprozess einbringen“

Wissenschaftlerinnen, die am GFZ arbeiten.

Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

Ehemaliger Tagebau in Griechenland

Vom Tagebau zum Pumpspeicherkraftwerk

zurück nach oben zum Hauptinhalt