Feierliche Amtseinführung der neuen GFZ-Vorständin Susanne Buiter

Feierliche Amtsübergabe an die neue GFZ-Vorständin Susanne Buiter durch die Kuratoriumsvorsitzende Oda Keppler, den Helmholtz-Präsidenten Otmar Wiestler und Interims-Vorstand Niels Hovius.

Am 09. Juni 2022 fand die feierliche Amtseinführung der neuen GFZ-Vorständin Susanne Buiter durch die Kuratoriumsvorsitzende des GFZ, Oda Keppler, Ministerialdirigentin im Bundesforschungsministerium, und Otmar Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft statt. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste und GFZ-Mitarbeitenden übertrug Interims-Vorstand Niels Hovius die Geschäfte nun auch offiziell an seine Nachfolgerin Susanne Buiter.

Dabei überreichte er der neuen Vorständin ein „Visiscope“, ein optisches Instrument, geeignet sowohl für den Weitblick als auch für mikroskopische Details, beweglich für einen 360-Grad-Rundum-Blick, der hilft, Probleme schnell zu erkennen und die nötige Flexibilität zu bewahren, sowohl bei der Beobachtung der festen Erde, ihrer Oberfläche und den äußeren Sphären als auch des Kosmos GFZ.

Zuvor wurde Susanne Buiter noch einmal offiziell als neue Vorständin des GFZ willkommen geheißen.

Ministerialdirigentin Oda Keppler sprach sowohl als Vorsitzende des GFZ-Kuratoriums wie auch als Vertreterin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und begrüßte Susanne Buiter: „Als hervorragende Wissenschaftlerin und Forschungsmanagerin übernehmen Sie ein in der deutschen Forschungslandschaft einmaliges Institut, das hervorragend aufgestellt ist für die Aufgaben der nächsten Jahre.“ Insbesondere betonte sie die bedeutende Rolle des GFZ im Rahmen der Forschungen zum Klimawandel und seinen Folgen sowie zur Bewältigung der Energiewende, aber auch bei Information und Beratung der Politik, und hob seine Expertise hinsichtlich Erdbeobachtung, Ressourcen, Speicherung und Geogefahren hervor. „Für die anstehenden Aufgaben wünsche ich Ihnen weiter einen guten Start und gutes Gelingen mit dem tollen Team des ganzen GFZ.“

Keppler dankte auch Niels Hovius für seine Interimstätigkeit, die er in schwierigen Zeiten mit klarem Blick für Prioritäten, offener Kommunikation, Ideenreichtum und mit Herzblut gestaltet habe.

Helmholtz-Präsident Otmar Wiestler hieß Susanne Buiter in der Helmholtz-Gemeinschaft herzlich willkommen: „Als Geowissenschaftlerin mit großem Renommée sind Sie in der jetzt beginnenden Zukunftsphase eine optimale Persönlichkeit an der Spitze des GFZ. Nicht nur mit der Expertise in Ihrer eigenen Fachdisziplin, sondern vor allem mit Ihrer internationalen Erfahrung und dem Blick von außen bringen Sie eine ganz wesentliche neue Perspektive und wichtige neue Impulse mit nach Potsdam, aber auch in die Helmholtz-Gemeinschaft. Ich wünsche Ihnen bei den anstehenden großen Aufgaben allen erdenklichen Erfolg und eine glückliche Hand bei den vielen wichtigen Entscheidungen, sowie viel Freude und Genugtuung bei Ihrer Arbeit.“

Wiestler verwies darauf, dass man angesichts aktueller Krisen wie der in der Ukraine den Klimawandel als wohl markanteste und größte Herausforderung unserer Zeit nicht aus dem Blick verlieren dürfe. Bei dessen Bewältigung spiele das GFZ als international anerkannter Leuchtturm in den Geowissenschaften eine tragende Rolle mit besonderer Verantwortung, ebenso wie bei der weiteren Entwicklung von Potsdam als Spitzenstandort der Erdwissenschaften und Klimaforschung. Eindrucksvoll sei hierfür auch die hohe Attraktivität des Zentrums für zahlreiche wissenschaftlich exzellente, oft junge Talente.

Auch Wiestler dankte Interims-Vorstand Niels Hovius für seine Arbeit der letzten eineinhalb Jahre, in denen er sowohl für das GFZ als auch für die Helmholtz-Gemeinschaft mit großem Engagement Enormes geleistet und wichtige Impulse gegeben habe.  

Susanne Buiter schloss sich dem Dank an ihren Vorgänger an, der ihr einen optimalen Übergang bereitet habe. Dann blickte sie in die Zukunft, anhand ausgewählter Bilder und Beispiele aus der gesamten Breite der GFZ-Forschung, die eingebettet ist in die Forschung der Helmholtz-Gemeinschaft und ein großes internationales Netzwerk.

Dabei nahm sie Bezug zu den ersten offenen Dialogen, die es bereits mit vielen Kolleg:innen gegeben hat. So nannte sie Diversität und Inklusivität, Nachhaltigkeit und Offene Wissenschaft als wichtige Themen, die ihre Arbeit am Zentrum leiten werden: „Vielfalt ist an jedem Tag wichtig, denn alle sollen sich am GFZ willkommen fühlen und Bedingungen vorfinden, um ihre Arbeit so gut zu machen, wie sie können.“ Dabei gelte es, insbesondere Nachwuchswissenschaftler:innen auch durch Karriereberatung, Führungskräftetraining oder Unterstützung bei Anträgen all das mitzugeben, was sie für eine Karriere brauchen, egal wo sie künftig arbeiten werden.

Zur Nachhaltigkeit gehört für sie nicht nur ein ressourcenschonendes Forschen: „Ich möchte einen Prozess anstoßen, der in eine langfristige wissenschaftliche Strategie des Zentrums mündet, die über das aktuelle Forschungsprogramm PoF IV (2019-2026) hinaus geht.“ Das beinhalte entsprechende Projekte und Infrastrukturen wie Labore und Satellitenmissionen, aber auch Raum für Flexibilität, um schnell auf neue Herausforderungen reagieren zu können.

Eine wichtige Basis dafür sei die Grundlagenforschung, die ihr sehr am Herzen liege und ohne die anwendungsnahe Forschung nicht möglich sei: „Dabei müssen wir auch genügend Raum für Zufallsfunde schaffen, denn Zufall – das hat die Vergangenheit immer wieder gezeigt – ist ein wichtiger Faktor in der Wissenschaft.“

Zur Aufgabe der Forschung gehöre auch, das Wissen und die Ergebnisse in alle Bereiche der Gesellschaft zu transferieren. Am GFZ geschehe das bereits auf vielfältige Weise, von Service-Dienstleistungen für Kolleg:innen in der Wissenschaft, über Firmen-Ausgründungen bis hin zu Outreach-Aktivitäten wie die Lange Nacht der Wissenschaft und das Schülerlabor.

„Forschung braucht das Vertrauen der Gesellschaft. Um es zu gewinnen und zu erhalten, müssen wir – im Sinne von „Open Science“, einer offenen Wissenschaft – erklären, wie und warum wir forschen. Dann erwächst auch ein besseres Verständnis für unsere Ergebnisse.“   

Wie die Qualität der Forschung und ihr Impact in die Gesellschaft gemessen werden können, sei eines von vielen Themen an der Schnittstelle von Forschung und Gesellschaft, durch die sich neue Verbindungen zum IASS aufbauen lassen: „Wir freuen uns“, so Buiter, „dass das IASS am 1. Januar 2023 offiziell ein Teil des GFZ wird.“

Susanne Buiter betonte in ihrer Rede auch, dass Forschung mehr sei als Labore, Rechner, Instrumente und Feldarbeit: „Ohne Bibliotheks- und Informationsdienste, ohne Werkstätten, ohne Einkauf und Verwaltung wäre Wissenschaft nicht möglich. Jede:r hat eine Rolle und einen Beitrag.“

Sie schloss mit einem Bild von unserem Planeten: „Lassen sie uns gemeinsam und mit Teamgeist die Grenzen unseres Wissens über die Erde erweitern.“

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