Dr. Runa Antony Humboldt-Forschungsstipendiatin in der Sektion "Grenzflächen-Geochemie"

Dr. Runa Antony aus Indien forscht als Humboldt-Stipendiatin in der Sektion 3.5 "Grenzflächen-Geochemie".

Dr. Runa Antony vom National Centre for Polar and Ocean Research in Indien ist seit kurzem als Humboldt-Forschungsstipendiatin in der Sektion 3.5 "Grenzflächen-Geochemie" tätig.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung zeichnet mit den Humboldt-Forschungsstipendien überdurchschnittlich qualifizierte Wissenschaftler*innen aus dem Ausland aus. Postdoktorand*innen, die am Anfang ihrer akademischen Laufbahn stehen, ermöglicht es einen Forschungsaufenthalt von 6-24 Monaten an einer deutschen Forschungseinrichtung. Hierfür werden sie mit einem monatlichen Stipendienbetrag von 2.670 Euro gefördert.

In den nächsten zwei Jahren wird Dr. Antony zusammen mit den anderen Forschenden und kollaborierenden Wissenschaftler*innen des Teams von Prof. Liane G. Benning an einem äußerst aktuellen Thema arbeiten: der Speicherung, Dynamik und dem Verbleib bzw. Umweltverhalten von organischem Kohlenstoff an der Oberfläche des grönländischen Eisschildes. Lichtabsorbierendes organisches Material, zusammen mit mineralischem Staub und pigmentierten Mikroben, reduzieren massiv die Albedo der Schnee- und Eisoberfläche (Menge der von der Eisoberfläche reflektierten Sonnenenergie). Dies führt zu einer erhöhten Absorption der Sonnenstrahlung und damit zu einem beschleunigten Abschmelzen der Eisschildoberfläche.

Dr. Antony untersucht organisches Material auf Eisoberflächen, die sich während der Schmelze ständig verändern. Sie möchte auf quantitativer und qualitativer Ebene verstehen, welcher Natur und Herkunft die organischen Stoffe sind, wie sie durch mikrobielle Prozesse verändert werden und wie sie sich verbreiten. Dadurch erhofft sich die Forscherin neue, ganzheitliche Erkenntnisse über das Zusammenspiel von mikrobiellem Stoffwechsel, Kohlenstoffkreislauf und den Schmelzprozessen an der Oberfläche. Dies wird dazu beitragen, die Reaktion der grönländischen Eismassen besser für die zukünftigen Klimaerwärmungs-Szenarien abzuschätzen. So können globale Vorhersagemodelle präziser werden.

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