Urbanes Hochwasserrisiko - 3D-Stadtmodelle als Analysewerkzeug

Hochwasser in Meissen (Foto U. Hermann, GFZ).

15.07.2015|Potsdam: Überflutungen im urbanen Raum verursachen erhebliche Schäden. 3D-Stadtmodelle können zukünftig als ein Schlüsselwerkzeug zur Unterstützung der Risikoanalyse und Stärkung der Resilienz dienen. Anwender und Interessengruppen von 3D-Stadtmodellen treffen sich heute am GFZ zu einem Erfahrungsaustausch.

Aus der zunehmenden Verdichtung von Siedlungsgebieten, dem stetigen Anstieg exponierter Werte und der Erwartung, dass zukünftig hydro-meteorologische Extremereignisse in Folge des Klimawandels häufiger und mit höherer Intensität eintreten, erwachsen große Herausforderungen an die Stadtentwicklung und –planung. Nachhaltige Anpassungsstrategien zur Stärkung der Resilienz urbaner Räume sind essentiell.

An den GFZ-Sektionen Hydrologie und Fernerkundung wird in Zusammenarbeit mit virtualSYSTEMS (Berlin), einem Unternehmen das sich auf die Nutzung von 3D-Geodaten spezialisiert hat, ein Hochwasserschadensmodul für 3D-Stadtmodelle entwickelt. Diese funktionale Erweiterung für 3D-Stadtmodelle „3D-city flood damage module (3dcfd)“ soll neue Möglichkeiten eröffnen, Risikoaspekte in die Stadtentwicklung und -planung zu integrieren. Während des heutigen Workshoptreffens diskutieren Experten aus Stadtplanung, Wasserwirtschaft, Versicherung, Katastrophenschutz und Wissenschaft über Einsatzmöglichkeiten, relevante Problemstellungen und praktische Anforderungen an ein solches Modul.

Gefördert wird das Projekt durch Climate-KIC, einer von drei Knowledge and Innovation Communities (KICs) des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT).

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