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Schweres Beben in der Ägäis

Ausschnitt des Seismogramms der GEOFON-Station in Rüdersdorf bei Berlin (komplett: s. Download unten)

Am Freitag Nachmittag gegen 15 Uhr Ortszeit (13 Uhr MEZ) hat ein sehr schweres Erdbeben unter dem Mittelmeer die türkische Küste und griechische Inseln erschüttert. Bilder aus sozialen Medien zeigen massive Gebäudeschäden in türkischen Städten. Es kam zudem zu einem moderaten Tsunami, der Küstenorte traf. Bilder aus sozialen Medien zeigen eine Wellenhöhe zwischen einem und zwei Metern.

Prof. Marco Bohnhoff , Seismologe vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam und Kenner der Region, teilt mit:

„Es handelt sich um ein so genanntes Abschiebungsbeben in der oberen Erdkruste. Das heißt, dass ein Teil des Untergrundes sich nach unten bewegt hat. Die Ausgangstiefe des Erdbebenherdes liegt vermutlich zwischen 15 und 5 Kilometern. Dort ist eine bis zu 100 km² große Bruchfläche entstanden. Das Beben geht auf eine kontinuierliche Dehnung der Erdkruste in Nord-Süd-Richtung zurück. Durch den Bruch kam es zu einer Entlastung und Abbau der aufgestauten Energie. Das Abrutschen der Kruste hat den sowohl auf der griechischen Insel Samos als auch auf dem türkischen Festland beobachteten moderaten Tsunami ausgelöst.“

Das Beben konnte auch an der GEOFON-Station in Rüdersdorf bei Berlin gemessen werden (s. Grafik - Seismogramm):

https://media.gfz-potsdam.de/gfz/wv/pm/20/11374_gfz2020vimx.png

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