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RIESGOS Kickoff-Meeting

Veränderungsanalyse basierend auf Daten der Radarsatellitenmission Sentinel-1, aufgenommen vor (20.022015) und kurz nach (04.03.2015) dem Ausbruch des Vulkans Villarrica, Chile, am 03. März 2015. Blau: Verstärkung der Radarrückstreuung durch das Abschmelzen von Schnee und Eis; cyan: starke Erhöhung der Radarrückstreuung durch die Akkumulation vulkanischen Materials; magenta: Verringerung der Radarrückstreuung infolge der Akkumulation con Asche. Die Analyse erfolgte durch das DLR im Rahmen einer Aktivierung der Internationalen Charta „Space and Major Disasters“. Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Gruppenbild der RIESGOS-Partner beim Kickoff-Meeting im Earth Observation Center des DLR in Oberpfaffenhofen am 7. Dezember 2017. Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Hochwasserflächen, abgeleitet aus TerraSAR-X Radarsatellitendaten vom 01. April 2017 im Rahmen einer Aktivierung der Internationalen Charta „Space and Major Disasters“ in Peru Quelle: DLR (CC-BY 3.0)
Der Hafen von Valparaiso in Chile ist eine Tsunami-Gefährdungszone. Quelle: DLR/Riedlinger
In den chilenischen Anden ist die Gefahr duch Vulkanaktivitäten ständig gegenwärtig. Quelle: DLR/Riedlinger

Am 7. Dezember ging am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Internationale Kooperationsprojekt „RIESGOS“ an den Start. Die GFZ Sektionen Erdbebengefährdung und dynamische Risiken, Geodynamische Modellierung und Hydrologie sind an dem Projekt intensiv beteiligt.

Das Projekt „RIESGOS“, spanisch für „Risiken“, befasst sich mit Naturkatastrophen wie Hochwassersituationen, Hangrutschungen, Vulkanaktivitäten, Erdbeben, Tsunamis und ihren gegenseitigen Wechselwirkungen: So kann beispielsweise eine gesteigerte Erdbebenaktivität die Aktivität eines Vulkans erhöhen. RIESGOS hat zum Ziel, diese Wechselwirkungen und potentielle Kettenreaktionen von Katastrophenereignissen besser zu verstehen und damit auch vorhersagen zu können.

Zu diesem Zweck soll nun ein prototypisches Multi-Risiko-Informationssystem für die Region der Anden in Chile, Ecuador und Peru entwickelt werden. In dieser Region sind Naturkatastrophen wie Erdbeben und Hangrutschungen häufig. Über webbasierte Anwendungen sollen zukünftig EntscheidungsträgerInnen in die Lage versetzt werden, Gefahrenanalysen zu erstellen und auch komplexere Verkettungen von Katastrophen zu simulieren. Neben dem wissenschaftlichen Zugewinn können so Gefahren früher erkannt und betroffene Regionen besser geschützt werden.

Unter der Leitung von Elisabeth Schöpfer vom DLR kooperieren für das Projekt rund 40 nationale und internationale Forschungseinrichtungen, Behörden und Unternehmen. RIEGOS wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. (jh)

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