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Personalia | James M. Anderson mit Peter McGregor-Preis ausgezeichnet

PHD James Anderson (Foto: Adriane Liermann / James M. Anderson).

Beim jährlichen Science Meeting der ASA (Astronomical Society of Australia) am 11. Juli wurde der Peter McGregor-Preis 2019 an die DiFX-Kollaboration vergeben, der James M. Anderson aus der GFZ-Sektion Geodätische Weltraumverfahren angehört. Der Peter McGregor-Preis wird "in Anerkennung außergewöhnlicher Leistungen oder Innovationen in der astronomischen Instrumentierung" vergeben. Er wird an eine Einzelperson oder ein Team verliehen, für das Design, die Erfindung oder die Verbesserung von astronomischen Instrumenten und damit verbundenen Softwaretechniken.

Der von der DiFX-Kollaboration entwickelte und gewartete Distributed FX (DiFX)-Korrelator ist eine Open-Source-Software für die Very-Long-Baseline-Interferometrie (VLBI), eine Beobachtungstechnik zur Untersuchung von Himmelsobjekten durch Radioastronomie und Geodäsie. ForscherInnen und EntwicklerInnen auf der ganzen Welt tragen zu diesem Projekt bei, indem sie die Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit der Software kontinuierlich verbessern, während sie gleichzeitig mit den Veränderungen in den Hardwaresystemen der VLBI-Antennen Schritt halten müssen.

Das DiFX-Softwarepaket wird weltweit von den meisten VLBI-Korrelatoren verwendet, einschließlich der offiziellen Korrelatorzentren des International VLBI Service for Geodesy & Astrometry (IVS) in Bonn, Shanghai, Washington DC, und Haystack (USA). Das Paket wurde auch für die Erzeugung des ersten Bildes eines Schwarzen Lochs verwendet, das im April 2019 veröffentlicht wurde. VLBI-GeodätInnen überall auf der Welt setzen täglich DiFX ein, beispielsweise um Erdorientierungsparameter zu überwachen, die etwa für Satellitenortungs- und Navigationssysteme nötig sind. Am GFZ wird die Software hauptsächlich für Forschungs- und Entwicklungszwecke verwendet.

James M. Anderson ist seit vielen Jahren an der Entwicklung von DiFX beteiligt. So trug er beispielsweise dazu bei, die Software so zu modifizieren, dass die Beobachtungen von erdumlaufenden Antennen auf Raumsonden für die RadioAstron-Mission korreliert werden konnten. Die Mission wurde vom Astro Space Center des Lebedev Physical Institute in Moskau geleitet. (ph)

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