Meldungen

Personalia | Antoine Jacquey erhält Helmholtz-Doktorandenpreis 2018

Dr.-Ing. Antoine Jacquey bei der Preisverleihung in Berlin (Foto: privat).

Antoine Jacquey  aus der GFZ-Sektion Sedimentbecken-Modellierung hat am 6. November in Berlin den Helmholtz-Doktorandenpreis 2018 im Forschungsbereich Energie verliehen bekommen. Er hat mit seiner Promotionsarbeit maßgeblich dazu beigetragen, die physikalischen Bedingungen in tiefen geothermischen Reservoirs numerisch zu beschreiben. Dazu hat er neuartige Werkzeuge entwickelt, die dreidimensional sowohl die geologisch bedingten Heterogenitäten im Untergrund als auch die dort ablaufenden physikalischen Prozesse berücksichtigen. Jacquey: „Ich fühle mich sehr geehrt, dass die Arbeit, die ich während meiner Promotion geleistet habe, eine so positive Wirkung gezeigt und in der Helmholtz-Gemeinschaft Anerkennung gefunden hat. Ich bin sehr stolz darauf, einer der sechs Preisträger zu sein und danke meinen Kollegen, mit denen ich während meiner Doktorarbeit zusammengearbeitet habe.

Der Helmholtz-Doktorandenpreis wird seit 2013 jährlich in den sechs Forschungsbereichen Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr Schlüsseltechnologien und Struktur der Materie verliehen. Jacquey ist der erste Forscher des GFZ, der ihn erhält. Er wurde in Castres (Frankreich) geboren und studierte Physik, Chemie und Mathematik in Montpellier, bevor er seinen Ingenieurabschluss (entspricht dem Master of Science) in Energie- und Verfahrenstechnik an der École des Mines de Saint-Étienne erhielt. Im Rahmen dieses Studiums absolvierte er ein Praktikum am Royal Institute of Technology (KTH) in Stockholm, verbrachte ein Jahr als Erasmus-Austauschstudent an der Technischen Universität Berlin und schrieb seine Masterarbeit am Institute of Energy Technology in Kjeller (Norwegen). 2014 begann er sein Promotionsstudium am GFZ Potsdam in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen und schloss es 2017 mit Auszeichnung ab.

Zur Zeit arbeitet Jacquey als Postdoc am GFZ und ist dort Teil der Helmholtz-Initiative ESM (Erdsystemmodellierung) : „Ich untersuche die Beschreibung und Modellierung von Verformungsmechanismen an der spröd-duktilen Übergangszone in verschiedenen Größenordnungen. Dieses Thema ist wirklich interessant und könnte für verschiedene Anwendungen nützlich sein, beispielsweise die Wärmeentnahme aus überkritischen geothermischen Speichern oder das Verständnis der Physik, hinter den Brüchen bei Erdbeben um mögliche Vorläufer zu identifizieren.

Die Gewinner erhalten ein Preisgeld von einmalig 5.000 Euro sowie über einen Zeitraum von sechs Monaten weitere 2.000 Euro monatlich für einen Forschungsaufenthalt im Ausland. Jacquey möchte das Geld nutzen, um neue Kooperationen aufzubauen oder bestehende mit internationalen Partnern zu stärken: „Das Reisepreisgeld bietet tolle Möglichkeiten. Ich hoffe, dass es dazu beitragen wird, meine Forschungserfahrung im Ausland zu erweitern. Ich habe bereits einige Vorstellungen von Gruppen, die ich in Europa und den USA besuchen möchte und werde Anfang nächsten Jahres mit den Details der Planung beginnen.“ (ph)

Weitere Meldungen

Natürliche „Batterien“ machten Mars organisch

Hotspot Vulkanismus in Grönland

Grundsteinlegung für Laborneubau

Wie viel Schutt liegt auf Gletschern?

Personalia | Arthur-Holmes-Medaille für Jean Braun

FAIRe Daten in den Geowissenschaften

GRACE-FO nimmt Datenerfassung wieder auf

Bericht | Erste internationale Konferenz zur Kombination neuartiger...

Mikrobeben-Serie vor einem Erdbeben in der Nähe von Istanbul als Frühwarnzeichen?

Interview | „Zu einem Gesamtverständnis der Emissionen aus der Arktis kommen“ – Katrin...