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Neue Rekordzahl an GFZ-Ausgründungen im Jahr 2018

Die Firma QuakeSaver entwickelt und vertreibt Netzwerke mikroelektromechanischer Sensoren zum Schutz vor Erdbeben (Foto: QuakeSaver GmbH).

Die Helmholtz-Zentren wie das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) fördern ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei, ihre Erkenntnisse in neue Produkte oder Dienstleistungen umzusetzen. So gibt es gründerfreundliche Rahmenbedingungen, Beratungsleistungen und Unterstützung bei Förderprogrammen. Im Jahr 2018 haben sich gleich drei junge Unternehmen auf den Weg gemacht, ihre am GFZ entstandenen Ideen auf den Markt zu bringen. „Drei Ausgründungen in einem Jahr sind eine erfreulich hohe Zahl, auch im Vergleich mir den anderen Helmholtz-Zentren“, sagt Jörn Krupa, der seit September 2018 die Abteilung für Technologietransfer am GFZ leitet.

Alle drei Ausgründungen 2018 – DynaFrax, GeoBM und QuakeSaver – entwickeln Services und Produkte auf Basis von Software“, sagt Krupa. „Dieser Trend zur Entwicklung digitaler Angebote kennzeichnet die Mehrheit der Ausgründungen der letzten Jahre am GFZ“, ergänzt Martin Otto, im Team des GFZ-Technologietransfers zuständig für Ausgründungen. Zwischen 2004 und 2017 haben sich insgesamt acht Firmen mit Unterstützung des GFZ-Technologietransfers gegründet. Die drei neuen Unternehmen haben ihren Sitz allesamt in Potsdam.

Die DynaFrax UG, gegründet von Jeoung Soek Yoon, Arno Zang und Hannes Hofmann aus den GFZ-Sektionen Erdbebengefährdung und dynamische Risiken und Geothermische Energiesysteme, wurde im vergangenen Jahr über „Helmholtz Enterprise“ gefördert, das interne Programm für Ausgründungen aus der Helmholtz-Gemeinschaft. DynaFrax steht für „Dynamic Fracture Experts“ und bietet eine Software für seismische Gefährdungsanalysen auf Basis von 3D-Computersimulationen des Untergrunds an. Anwendungsmöglichkeiten liegen in der tiefen Geothermie, der Schiefergasförderung, Abwasserentsorgung und geologischen Speicherung radioaktiver Abfälle, für die die genaue Kenntnis komplexer Rissnetzwerke und Verwerfungen im Untergrund wichtig sind.

Die GeoBM UG von Zhiguo Deng und Harald Schuh aus der Sektion Geodätische Weltraumverfahren bietet eine Plattform für die Verarbeitung von GNSS-Daten mit Millimeter-Genauigkeit an. GNSS steht für „Global Navigation Satellite Systems“. Das Unternehmen entwickelt die EPOS-Software (Earth Parameter and Orbit System) der Sektion weiter, um den Kundinnen und Kunden Positionen und Uhrkorrekturen der GNSS-Satelliten in Echtzeit zu liefern. Diese sind nötig, um die Satellitensysteme korrekt zu kalibrieren. Ohne die Werte können die Satelliten nicht die hohe Positionsgenauigkeit erreichen, die für weitere Anwendungen nötig ist.

Die QuakeSaver GmbH, gegründet von Danijel Schorlemmer, Marius Isken und Marius Kriegerowski aus den Sektionen Erdbebengefährdung und dynamische Risiken und Erdbeben- und Vulkanphysik, entwickelt Hardware- und Software, die in Sensornetzwerken für die Erdbebensicherheit von Menschen und Gebäuden verwendet werden können. Zielgruppe sind Eigentümer von Gebäuden, private Haushalte, Behörden und Versicherungen.

Weitere Informationen:

Bild: Die Firma QuakeSaver entwickelt und vertreibt Netzwerke mikroelektromechanischer Sensoren zum Schutz vor Erdbeben. (Foto: QuakeSaver GmbH)
https://media.gfz-potsdam.de/gfz/wv/pm/19/10845-thumb_qshand_-c-QuakeSaver%20GmbH.jpg 

Kontakt: 
Dr.-Ing. Jörn Krupa
Leiter Technologietransfer
Helmholtz-Zentrum Potsdam
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Telegrafenberg
14473 Potsdam
Tel.: +49 331 288-1098
E-Mail: joern.krupa@gfz-potsdam.de

Medienkontakt:
Dipl.-Phys. Philipp Hummel
Referent in der Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum Potsdam
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Telegrafenberg
14473 Potsdam
Tel.: +49 331 288-1049
E-Mail: philipp.hummel@gfz-potsdam.de
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