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Minderung der Auswirkungen von Georisiken - Workshopbeginn in Zentralasien

Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung zum Workshop (Foto: US Konsulat Almaty).

27.10.2014|Almaty: Eröffnung des internationalen Workshops „Regional Cooperation in Seismology and Earthquake Engineering in South and Central Asia“ in Almaty, Kasachstan - in Anwesenheit des Deutschen Botschafters, Dr. Guido Herz, und der amerikanischen Generalkonsulin, Theresa Grencik.

Ziel dieser Veranstaltung ist es, die wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit mit den Ländern Zentral- und Südasiens auf dem Gebiet der Seismologie und Erdbebenforschung zu stärken. Durch einen gezielten Technologie- und Wissenstransfer sollen die Auswirkungen von Georisiken in diesen Ländern reduziert werden. Die einwöchige Konferenz wird vom GFZ, in Kooperation mit dem US Geologischen Dienst (USGS), dem International Science and Technology Center (ISTC) und der UNESCO ausgerichtet. Partner vor Ort ist das Institute for Seismology. An der Veranstaltung nehmen mehr als 80 Wissenschaftler und Ingenieure aus 17 Ländern teil. Die Konferenz setzt damit eine von GFZ, UNESCO und USGS 2013 in Kathmandu begonnene Veranstaltungsreihe von Workshops und Trainingskursen erfolgreich fort.

Das GFZ ist seit vielen Jahren in Zentralasien aktiv. So betreibt es seit 2004 gemeinsam mit der kirgisischen Regierung das Zentralasiatische Institut für Angewandte Geowissenschaften (ZAIAG) in Bischkek, Kirgisien. Erst kürzlich, am 8./9. September 2014, wurde mit einer Festveranstaltung das 10-jährige Bestehen gefeiert. Mit Gründung des ZAIAG hat das GFZ eine Reihe wissenschaftlich-technologischer Aktivitäten in der Region angestoßen und umgesetzt. Ein zentrales Projekt ist das EMCA-Vorhaben (EMCA: Earthquake Model Central Asia), dessen Ziel es ist, eine Risikobewertung zur seismischen Gefährdung Zentralasiens vorzunehmen. Es bildet die Basis für eine standardisierte Mikrozonierung großer Städte. „Nachdem das Verfahren bereits in Bishkek erfolgreich getestet wurde, wird dieses System nun auch in Almaty – in Kooperation mit dem Institute of Seismology – angewendet“, so Prof. Stefano Parolai, Leiter des GFZ-Zentrums für Frühwarnsysteme und Initiator der Veranstaltung.

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