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Kindertagesstätte „Geolino“ ist wieder ein „Haus der kleinen Forscher“

Ulrike Krüger von der IHK Potsdam überreicht Geolino-Leiterin Susanne Mann die Plakette mit der neuen Zertifizierung (Foto: GFZ).

Die Stiftung 'Haus der kleinen Forscher' (HdkF) vernetzt deutschlandweit Kindertagesstätten, Horte und Schulen, die in besonderem Maß den Forschungsgeist von Kindern fördern. Damit eine Einrichtung zertifiziert werden kann, müssen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT) oder die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) fester Bestandteil im Alltag der Kinder dort sein. Die Projekte, Beobachtungen und Versuche müssen dokumentiert werden und ErzieherInnen der Einrichtung regelmäßig an entsprechenden Fortbildungen teilnehmen. Die Zertifizierung muss alle zwei Jahre erneuert werden. Die HdkF-Stiftung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Partner sind die Helmholtz-Gemeinschaft, die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung und die Deutsche Telekom Stiftung.

Knapp 5000 der gut 55.000 Kitas in Deutschland sind als 'Haus der kleinen Forscher' zertifiziert. Nun gehört auch die Betriebskita des Wissenschaftsparks Albert Einstein wieder dazu. Am 19. Juni überreichte Ulrike Krüger vom HdkF-Netzwerk der IHK Potsdam unter dem Beifall der Kinder, die Geolino besuchen, eine neue Plakette. Ulrike Krüger war bereits bei der ersten Zertifizierung der Geolino-Kita im Jahr 2010 dabei. 2012 wurde die Zertfizierung bestätigt, anschließend allerdings nicht mehr. „Seit Januar 2018 haben wir daran gearbeitet, wieder ein ‚Haus der kleinen Forscher’ zu werden“, sagt Susanne Mann, die die Kita leitet. „Wir möchten den Kindern bei uns zeigen, wie sie selbst Antworten auf ihre Fragen finden können. Die Kinder bringen dafür ganz vieles schon von vornherein mit!“

Die Kita Geolino wurde 2004 vom GFZ und der Potsdamer Außenstelle des AWI mit zehn Plätzen gegründet. Sie hat aktuell 44 Plätze. Zwei davon werden frei gehalten, um GastwissenschaftlerInnen auch kurzfristig die Möglichkeit zu geben, mit ihrer Familie nach Potsdam zu kommen und auf dem Telegrafenberg zu forschen. Die Kinder in der Kita stammen aus vielen verschiedenen Ländern, Kulturen und Sprachgebieten – genau wie ihre Eltern, die auf dem Telegrafenberg arbeiten. Die Nutzergemeinschaft der Forschungseinrichtungen dort stellt die Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung und leistet einen finanziellen Beitrag für „besondere Aufgaben zur Integration nichtdeutschsprachiger Kinder“. Seit 2009 ist die Kita Geolino auch Teil des Bedarfsplans der Stadt Potsdam und wird daher seitens der Stadt regelfinanziert. (ph)

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