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Internationaler Trainingskurs "Seismologie und seismische Gefährdung"

Der Internationale Trainingskurs "Seismologie und seismische Gefährdung" wurde am 26.10.2020 eröffnet. Die GFZ-Sektion Erdbeben- und Vulkanphysik führt im Rahmen des Aus- und Weiterbildungsprogramms der UNESCO und mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes jährlich Trainingskurse zur "Seismologie und Einschätzung der Erdbebengefährdung" durch.

Wir haben dieses Jahr 20 Teilnehmer im Trainingskurs, 18 aus der Balkanregion und zwei aus Litauen. Der Kurs wird aufgrund der Corona-Krise Internet-basiert durchgeführt. Für zwei Wochen werden die Teilnehmer von Experten des Deutschen GeoForschungsZentrums und von europäischen Partnern auf den Gebieten der Seismologie, der Ingenieur-Seismologie, der seismischen Gefährdungseinschätzung und des InSAR-Monitoring unterrichtet.

Der Kurs 2020 sollte ursprünglich als Regionalkurs für Lateinamerika in Argentinien stattfinden. Diese Planung musste im Sommer aufgrund der Corona-Krise abgebrochen werden. Als Alternative wurde ein Regionalkurs Balkan geplant und Institute aus dem Balkan wurden eingeladen, Kursteilnehmer zu nominieren. Diese Initiative des GFZ wurde gerne angenommen. Die 20 Teilnehmer kommen dieses Jahr aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Montenegro, Nord-Mazedonien, Serbien, Slowenien und Litauen.

Die Lektoren des Kurses 2020 sind aus den GFZ-Sektionen 2.1, 2.4 und 2.6, sowie von der Universität Potsdam und vom ‚European Mediterranean Seismological Centre“. Die Vorlesungen und Übungen werden über eine Konferenzsoftware durchgeführt, die es erlaubt, interaktiv mit allen Teilnehmern in einem großen Schulungsraum oder auch mit einzelnen Teilnehmern in Unterräumen zu arbeiten. Diese spezielle Leistung wird von PhD-Studenten des GFZ erbracht, die die Übungen mitgestalten. Weitere Hilfe kommt von unserem Rechenzentrum, das für einige Übungen den externen Teilnehmern Rechenleistung zur Verfügung stellt.

Der diesjährige Kurs hat mit einem speziellen Programm schon vor einer Woche begonnen. Die erste Woche wurde dazu genutzt, technische aber auch Kommunikationsprobleme zu identifizieren und zu lösen. Zusätzlich wurden einführende Vorträge gehalten, damit die Teilnehmenden, die zum Teil aus unterschiedlichen Fachdisziplinen kommen, auf gemeinsames Grundwissen aufbauen können.

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