Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden an Sagar Masuti vergeben

Sagar Masuti (Foto: privat)

Die Alexander von Humboldt Stiftung hat Herrn Sagar Masuti ein zweijähriges Forschungsstipendium für Postdoktoranden verliehen. Es wird an überdurchschnittlich qualifizierte Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt vergeben und ist mit einem monatlichen Stipendienbetrag von 2.670 Euro dotiert. Damit bekommen Wissenschaftler*innen, die am Anfang ihrer Forschungslaufbahn stehen, die Möglichkeit, ihr Forschungsvorhaben in Deutschland zu verwirklichen.

Sagar Masuti wird in der Sektion 4.2 „Geomechanik und Wissenschaftliches Bohren“ arbeiten, die von Marco Bohnhoff geleitet wird. Im Fokus seiner Forschung liegt das transiente Kriechen von Krusten- und Mantelgesteinen. Basierend auf seinen und anderen theoretischen Modellen wird er experimentelle Untersuchungen an entsprechenden Proben mit den Hochtemperatur-Deformationsanlagen des GFZ durchführen, um die Mechanismen der transienten Festigkeitsentwicklung unter verschiedenen Randbedingungen zu erforschen. Die Ergebnisse sind wichtig für das Verständnis von Erdbebenzyklen, post-glazialer Hebung und anderen nicht-stationären Kriechprozessen.

Sagar Masuti hat im Jahr 2020 an der Nanyang University, Singapore, promoviert und arbeitet seitdem an der Tohoku University, Japan. Seine Forschungsschwerpunkte und -interessen umfassen die Physik von Erdbeben, post-seismische Deformation und die Rheologie, also das Verformungs- und Fließverhalten von Gesteinen. In diesem Kontext hat er als Experte für numerische Modellierungen eine Reihe von sehr interessanten Publikationen verfasst.

 

 

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