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Grundsteinlegung für Laborneubau

GFZ-Vorstandssprecher Reinhard Hüttl, die Architektin Katja Döpke und Architekt Alexander Gyalokay vom Büro Heinle, Wischer und Partner, GFZ-Kuratoriumsvorsitzender Karl Eugen Huthmacher, MinDir a.D., und GFZ-Forscher Dirk Wagner (v.l.n.r.) mit der Zeitkapsel für den Grundstein. (Foto: Elisabeth Gantz, GFZ)

Der Grundstein für das „GeoBioLab“ ist gelegt. Am Donnerstag, 8. November, hat das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) den Baubeginn für ein neues Laborgebäude mit einem Festakt gefeiert. Das „Helmholtz-Labor für integrierte geowissenschaftlich-biologische Forschung (GeoBioLab)“ wird in erster Linie der Erforschung der tiefen Biosphäre und der Wechselwirkungen der Biosphäre mit der Geosphäre und dem Klima dienen. Der Neubau wird ebenfalls Platz für einen Serverraum bieten.

Der Bau bildet den Abschluss des Neubau-Komplexes des GFZ mit den Häusern B bis G, indem er in unmittelbare Nachbarschaft an das Haus B gesetzt wird. Die Bruttogrundfläche beträgt gut 3.800 Quadratmeter, davon sind 1439 Quadratmeter Hauptnutzfläche, also Labore und Büros. Die Baukosten werden auf rund 13 Millionen Euro veranschlagt. Die Fertigstellung ist im Dezember 2020 vorgesehen. Das sehr moderne Gebäude und die Haustechnik werden die Kriterien der Silber-Zertifikation nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB) erfüllen. Es wurde vom Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner entworfen.

Hauptnutzer des Gebäudes werden die beiden Sektionen Geomikrobiologie (Leitung: Dirk Wagner) und Grenzflächen-Geochemie (Leitung: Liane G. Benning) sein. Erst seit rund 20 Jahren wisse man, dass tausende Meter unter dem Boden eine florierende Gemeinschaft von Mikroorganismen lebe, sagte Dirk Wagner anlässlich der Grundsteinlegung: „Wir gehen davon aus, dass die Biomasse in den obersten drei Kilometern der Erdkruste ungefähr genauso groß ist wie die gesamte Biomasse auf der Erdoberfläche.“ Das Leben in der tiefen Biosphäre hat Auswirkungen auf wichtige Prozesse, beispielsweise bei der Bildung und Zersetzung von Methan in und unter Permafrostböden.

Der Wissenschaftliche Vorstand und Vorstandssprecher des GFZ, Reinhard Hüttl, betonte bei der Grundsteinlegung, wie wichtig es sei, die Erde als System zu betrachten und die Wechselwirkungen mit vielen Disziplinen gemeinsam zu erforschen. Reinhard Hüttl nutzte die Gelegenheit auch, sich beim scheidenden Vorsitzenden des GFZ-Kuratoriums, Karl-Eugen Huthmacher zu bedanken. Der frühere Abteilungsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt mit seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem BMBF auch den Kuratoriumsvorsitz am GFZ auf, den er seit 2010 innehatte. Seine Nachfolge steht noch nicht fest.

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