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Explosionssignal in der Glasfaser

Seismisches Signal in der Glasfaser (Abbildung: GFZ).

Forschenden des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ ist es erneut geglückt, seismische Signale einer Bombensprengung in Potsdam mit einer herkömmlichen Glasfaserleitung aufzuzeichnen. Die Sprengung fand am 15. Juli um 14.47 Uhr im Aradosee (Stadteil Teltower Vorstadt) statt. Die Forschenden nutzten eine Leitung eines Telekommunikationsanbieters, um das Signal in Echtzeit zu empfangen. Das Bild zeigt ein sehr starkes Signal über nahezu neun Kilometer Länge (rote Fläche in der Bildmitte von ganz oben nach unten).

Wenige Sekunden zuvor wurde ein so genannter Verbrämungsschuss abgefeuert, der ebenfalls aufgezeichnet wurde. Im Bild ist das die leicht geschwungene, kurze senkrechte Linie bei Sekunde 28:09:30 zwischen 1750 m und 3250 m (Meterangaben auf der linken Skala). Bereits vor zweieinhalb Wochen, am 26. Juni, hatte es eine Sprengung gegeben, die mittels Glasfaserleitung aufgezeichnet wurde.

Die Direktorin des Departments Geophysik, Charlotte Krawczyk, unterstrich den Wert dieser Messmethode: "Glasfasernetze der Telekommunikation können konventionelle seismische Messverfahren wertvoll ergänzen. Dies kann uns besonders bei der Erkundung und Überwachung des Untergrunds im Rahmen von Geothermieprojekten helfen.“ (jz)

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