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Den Wandel gestalten

Niels Hovius begrüßt Olaf Scholz vor dem Großen Refraktor auf dem Telegrafenberg (Foto: GFZ)
Olaf Scholz im Kreise der Wissenschaft (Foto: GFZ)
An vier Thementischen diskutierte Olaf Scholz mit verschiedenen Forschenden zu diesen Aspekten. (Kartendesign: Grit Schwalbe, GFZ)
Thementisch "Wie ist die Lage? - Quantifizierung": Eva Börgens über Messungen mit GRACE-FO Satelliten (Foto: GFZ)
Friedhelm von Blanckenburg erläutert die Vorzüge von Basalt - ausgestreut auf Felder bindet es CO2 dauerhaft. (Foto: GFZ)
Jessica Strefler (PIK) berichtet über ihre Forschung (Foto: GFZ)
Kanzlerkandidat Olaf Scholz erläutert seine Sicht der Politik (Foto: GFZ)
Lebhafte Diskussionen an Thementisch 3: Mit dem Wandel leben - Anpassung
Anpassung: Heidi Kreibich (GFZ) gibt Einblicke in ihre Forschung zu Flusshochwassern in Europa (Foto: GFZ)
Auch Katja Frieler (PIK) forscht zu Themen rund um die Anpassung an den Klimawandel (Foto: GFZ)
An Thementisch 4: "Neue Wege gehen - Transformation" diskutieren Bernhard Diekmann (AWI) und Katja Poppenhäger (AIP) mit Olaf Scholz. (Foto: GFZ)
Nach fast zwei Stunden anregenden Austauschs zwischen Wissenschaft und Politik heißt es für Olaf Scholz dann "Tschüß". (Foto: GFZ)

Olaf Scholz hat sich am heutigen Freitag auf dem Telegrafenberg in Potsdam über Wege zur Klimaneutralität informiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der hier ansässigen Forschungseinrichtungen diskutierten mit dem Vizekanzler und Kanzlerkandidaten der SPD über Themen wie Energiewende, Rohstoffe und Nachhaltigkeit, Klimawandel und dessen Folgen sowie die notwendige Anpassung an den Wandel. Einen besonders großen Raum nahm das Thema „Transformation – Neue Wege gehen“ ein. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen für die Wirtschaft, wie sie in zehn oder zwanzig Jahren aussehen soll“, sagte Olaf Scholz. Er räumte ein, dass die Politik und die Verwaltung sich mit langen Planungshorizonten und vor allem mit Zuständigkeiten schwer tun.

Niels Hovius, kommissarischer Wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ, hatte eine wichtige Botschaft für die Politik: „Die Wissenschaft braucht die Freiheit, Lösungen zu erforschen.“ Das Beispiel der Kohlendioxidspeicherung im Untergrund (CCS) zeige, dass dies nicht immer gegeben sei. Die Politik habe sich von der Förderung der Forschung dazu zurückgezogen. Dabei habe das GFZ mit seinem Projekt im Brandenburgischen Ketzin gezeigt, dass eine sichere und langfristige Speicherung von CO2 im geologischen Untergrund möglich ist. CCS ist ein Weg, so genannte negative Emissionen zu erreichen, also Treibhausgase dauerhaft aus der Atmosphäre zu entfernen.

Unter dem beeindruckenden Dach des Großen Refraktors mit seinem 120 Jahre alten Teleskop diskutierten für das GFZ außerdem: Eva Börgens , Heidi Kreibich , Friedhelm von Blanckenburg , Magdalena Scheck-Wederoth  und Robert Trumbull . Die Forschenden sprachen mit Olaf Scholz über eine Reihe weiterer Optionen des Klimaschutzes und der Anpassung. An drei anderen thematisch orientierten Tischen ging es um den aktuellen Kenntnisstand der Erdsystemforschung („Wie ist die Lage?“), die Anpassung an neue Normalitäten („Mit dem Wandel leben“) und die Transformation („Neue Wege gehen“). An der Veranstaltung nahmen Forscherinnen und Forscher sowie deren Institutsleitungen aus folgenden Einrichtungen teil: Leibniz-Institut für Astrophysik (AIP), Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ, Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) und Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

 

Wissenschaftlicher Kontakt:

Prof. Dr. Niels Hovius 
Wissenschaftlicher Vorstand (komm.)
Helmholtz-Zentrum Potsdam
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Telegrafenberg
14473 Potsdam
Tel.: +49 331 288-1000
E-Mail: niels.hovius@gfz-potsdam.de

Medienkontakt:

Josef Zens  
Leiter der Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Helmholtz-Zentrum Potsdam
Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
Telegrafenberg
14473 Potsdam
Tel.: +49 331 288-1040
E-Mail: josef.zens@gfz-potsdam.de

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