Meldungen

BMBF prämiert das GFZ als Vorreiter in der internationalen Wissenschaftsdiplomatie

Dr. Ludwig Stroink (links) und Prof. Niels Hovius. (Foto: GFZ)
Dr. Ludwig Stroink (links) und Prof. Niels Hovius. (Foto: GFZ)
Bohrungen im Permafrost. (Foto: Jens Kallmeyer, GFZ)
Bohrungen im Permafrost. (Foto: Jens Kallmeyer, GFZ)

In einer feierlichen Zeremonie verlieh die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Anja Karliczek, heute dem GFZ den erstmals ausgelobten Preis für Bildungs- und Wissenschaftsdiplomatie. Mit dem Preis werden wissenschaftliche Kooperationen gewürdigt, die über nationale Grenzen hinweg vertrauensvolle und nachhaltige Partnerschaften aufbauen und deren Erkenntnisse wichtige Grundlage für politische Ent-scheidungen sein können. Der Preis ist mit 75.000 € dotiert.

Das vom Internationalen und Projektbüro des GFZ eingereichte Kommunikationskonzept „Gemeinsam für ein besseres Klima – Aktive Wissenschaftsdiplomatie mit Russland - BRIDGE“ zielt auf die gemeinsame „Klima- und Nachhaltigkeitsforschung“ ab, die Deutschland und Russland bereits über viele Jahrzehnte verbindet.

Ministerin Karliczek betont anlässlich der Preisverleihung wie wichtig eine internationale Zusammenarbeit insbe-sondere bei der Klima- und Nachhaltigkeitsforschung ist: „Corona, der Klimawandel, der Erhalt der Biodiversität – die Herausforderungen unserer Zeit sind internationale Herausforderungen. Am Ende können wir sie nur gemeinsam meistern.“

Das GFZ setzt mit seinem Kommunikationskonzept auf ein breites Spektrum von analogen und digitalen Formaten, die sowohl Informations- als auch Vermittlungscharakter haben und unterschiedliche Partizipationsmöglichkeiten anbieten. Als verbindendes Element und im Mittelpunkt aller Aktionslinien steht die gemeinsame Klima- und Nachhaltigkeitsforschung. Das Spektrum reicht von einer Auftaktveranstaltung in der Deutschen Botschaft in Moskau über bilaterale Webseminare, eine Fotoausstellung und das Programm „Journalist in Residence“ bis hin zu einer Sommerschule für Nachwuchswissenschaftler*innen im Altai-Gebirge.

„Mit unserem Kommunikationskonzept wollen wir verstärkt auch junge Menschen erreichen, denn sie sind das Fundament, auf dem die zukünftigen Beziehungen unserer Länder ruhen und wo gegenseitiges Vertrauen und Verständnis wachsen können“, sagte Prof. Dr. Niels Hovius, Wissenschaftlicher Vorstand und Vorsitzender des Vorstandes (kommissarisch) anlässlich der Preisverleihung.

Bei der Durchführung der einzelnen Kommunikationsmaßnahmen setzt das GFZ auf seine langjährige Zusammenarbeit mit russischen und deutschen Einrichtungen. Neben weiteren Helmholtz-Zentren und Universitäten haben zahlreiche russische Forschungseinrichtungen, das Helmholtz-Büro Moskau, das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus DWIH in Moskau sowie verschiedene gesellschaftliche Einrichtungen in Deutschland und Russland ihre aktive Unterstützung zugesagt.

„Mit den Kommunikationsmaßnahmen werden wir die Deutsch-Russischen Forschungsaktivitäten stärker in das Bewusstsein von Politik und Gesellschaft rücken und damit einen Beitrag zur Wissenschaftsdiplomatie unserer Länder leisten“, so Dr. Ludwig Stroink, Initiator und Projektleiter des Vorhabens. „Zudem werden wir mit unserer institutionell breit aufgestellten Kampagne, die „Roadmap zur Deutsch-Russischen Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Innovation“ konstruktiv und öffentlichkeitswirksam flankieren können“, so Stroink weiter.  

Neben dem GFZ-Vorhaben wurden auch die Konzepte des Leibniz Informationszentrums Wirtschaft und der Justus-Liebig-Universität Gießen zur Zusammenarbeit mit Großbritannien und Kolumbien ausgezeichnet.   


Kontakt:
Dr. Ludwig Stroink 
Leitung
Internationales und Projektbüro
Tel.: +49 331 288-1070
E-mail: ludwig.stroink@gfz-potsdam.de

Weitere Meldungen

Eisalgen verstärken Grönlands Eisschmelze – genährt von Phosphor

Diamanten brauchen Spannung

Schnellere Erdbebenfrühwarnung mit Künstlicher Intelligenz

Fragen und Antworten zum Erdbeben in Kroatien

Die Melodie eines zerfallenden Alpengipfels

Geothermische Exploration mit Glasfaserseismik in Potsdam

Frühwarnsystem für gefährdete Staudämme

Stress im Untergrund besser berechnen

Wie heiß darf es sein für das Leben im Ozeanboden?

Erdbeben-Szenario für deutsche Großstadt