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Bericht | Mit GRACE und GRACE-FO das Grundwasser weltweit bestimmen

Gruppenfoto vom Kick-Off Meeting zum Projekt „Global Gravity-based Groundwater Product“ (Foto: P. Bögemann, GFZ).
Darstellung der GRACE-FO-Satelliten (Abbildung: Filmhaus Berlin / GFZ).

Kick-off des Horizon 2020-Projekts G3P zur satellitengestützten Messung der globalen Grundwasserverteilung

Am 6. und 7. Februar fand am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ das Kick-Off Meeting zum Projekt „Global Gravity-based Groundwater Product“ (G3P) statt. In dem Projekt nutzen Forschende Satellitendaten um Aussagen über die globalen Grundwasservorräte zu treffen. Es ist Teil des EU-Foschungsprogramms Horizon 2020. Die Koordination übernimmt ein Team um Andreas Güntner aus der GFZ-Sektion „Hydrologie“. Von zwölf Partnerinstitutionen aus sieben europäischen Ländern sowie weiteren Ländern reisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an, um den gemeinsamen Weg durch das im Januar gestartete Projekt zu planen.

Die Daten, um die es bei G3P geht, stammen aus den Satelliten der Missionen GRACE und GRACE-FO. GRACE steht für „Gravity Recovery And Climate Experiment“, FO für „Follow-On”, also die zugehörige Nachfolgemission. GRACE lieferte von 2002 bis 2017 Daten zum Erdschwerefeld. GRACE-FO startete im Mai 2018 ins All und führte die Messungen mit höherer Genauigkeit weiter. Diese aktuell laufende Mission liefert kontinuierlich Informationen zum kompletten Wasservorrat auf der Erde, dem so genannten „Total Water Storage“ (TWS).

In G3P sollen nun aus den bekannten Komponenten des Wasserkreislaufs und dem TWS die Menge des Grundwassers überall auf der Erde bestimmt werden. Zur Bestimmung der einzelnen Komponenten des Wasserkreislaufes zieht G3P die bereits funktionierenden Dienste der Satellitendaten-Plattform Copernicus der Europäischen Kommission heran. Das im Projekt entwickelte Produkt soll zukünftig in Copernicus integriert und weiter verbessert werden. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Das nächste Treffen des Konsortiums ist für den Sommer 2020 an der Universität Zürich geplant. (ph)

Das Projekt ist finanziert durch das Horizon2020 Rahmenprogramm für Forschungs- und Innovation der Europäischen Union unter der Finanzhilfevereinbarung Nummer 870353.

Weitere Informationen:

 

 

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